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Brand: Weltflüchtlingstag - an der Seite der Menschen in größter Not

Archivmeldung vom 19.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Michael Brand (2019)
Michael Brand (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Zahl der Flüchtlinge weltweit steigt seit Jahren kontinuierlich an. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR veröffentlicht jährlich am Weltflüchtlingstag die aktuelle Statistik der Betroffenen. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand: "Nahezu 82,4 Millionen Flüchtlinge weltweit zählt der aktuelle Bericht des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) für das Jahr 2020."

Das sind doppelt so viele Menschen wie noch vor zehn Jahren und vier Prozent mehr als im Jahr davor. 42 Prozent von ihnen sind Kinder. Hinter den Zahlen verbergen sich Schicksale von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, weil Kriege und Konflikte, Verfolgung oder die Folgen des Klimawandels und von Umweltzerstörung ihnen das Bleiben unmöglich machen. Sie verlassen ihre Heimat nicht freiwillig.

Laut UNHCR sind fünf Staaten besonders betroffen. So stammen aus Syrien 6,7 Millionen Flüchtlinge, aus Venezuela 4 Millionen, aus Afghanistan 2,6 Millionen, aus Südsudan 2,2 Millionen und aus Myanmar 1,1 Millionen.

Neue und langandauernde Konflikte sind gleichermaßen Gründe für wachsende Flüchtlingszahlen. Fest steht außerdem: 86 Prozent der flüchtenden Menschen bleiben in einem angrenzenden Nachbarland. Die meisten dieser Staaten zählen zu den am wenigsten entwickelten Ländern. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation der Menschen, die zur Flucht gezwungen sind, erheblich. Fluchtursachen zu bekämpfen und solidarisch an der Seite der Flüchtlinge zu stehen, bleibt das Gebot der Stunde und die Herausforderung für die internationale Staatengemeinschaft. Dafür bedarf es weiterhin größter Anstrengungen und vor allem des politischen Willens zur Lösung der Krisen.

Für die deutsche Entwicklungspolitik hat die Unterstützung von Flüchtlingen und Aufnahmeländern höchste Priorität. Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat im vergangenen Jahr rund 5,5 Milliarden Euro für die Minderung von Fluchtursachen sowie irregulärer Migration, die Unterstützung von Flüchtlingen, für die Stabilisierung der Aufnahmeregionen und die Reintegration von Rückkehrenden in ihre Herkunftsregionen zur Verfügung gestellt.

Für humanitäre Hilfsmaßnahmen stehen im Haushalt des Auswärtigen Amtes in diesem Jahr regulär 2,11 Milliarden Euro zur Verfügung - auch wegen des großen Bedarfs in aktuellen regionalen Krisen und durch die COVID-19-Pandemie. Deutschland ist zweitgrößter Geber humanitärer Hilfe und gestaltet das internationale humanitäre System aktiv mit, u.a. durch innovative Ansätze und vorausschauende humanitäre Hilfe. Auch im Jahr 2021 bildet Syrien einen Schwerpunkt humanitärer Hilfe. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Mittel um 140 Millionen Euro erhöht. Vorrangig bleibt, die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zur Lösung der weltweiten Konflikte zu intensivieren."

Quelle: CDU/CSU - Bundestagsfraktion (ots)


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