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Trendbarometer Institutionen-Ranking: CDU/CSU bei 32 Prozent

Archivmeldung vom 07.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

Vertrauensverlust für fast alle gesellschaftlichen Institutionen Wem vertrauen die Deutschen? Am meisten, so belegt es das RTL/n-tv-Trendbarometer zum Beginn des neuen Jahres, der Polizei (78%) sowie den Universitäten und Ärzten (je 77%). Daran hat sich gegenüber den Vorjahren nichts geändert - aber insgesamt haben fast alle relevanten gesellschaftlichen Institutionen einen teilweise erheblichen Vertrauensverlust zu beklagen.

Zwar hält sich die Polizei noch knapp auf Platz 1 der Ranking-Liste, ist aber gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozentpunkte abgerutscht. Am stärksten zurückgegangen ist das Vertrauen zum Papst (- 20 Punkte), zur katholischen (- 9) und zur evangelischen Kirche (- 10) sowie zur Bundeswehr (- 13), zu den Schulen (- 10) und - bei den Erwerbstätigen - zum eigenen Arbeitgeber (- 9).

Lediglich für Unternehmer und Manager gibt es in diesem Januar ein Vertrauens-Plus (je + 3 Punkte). Bei beiden war allerdings das Image im Vorjahr stark eingebrochen. Zudem rangieren die Manager nur auf dem drittletzten Platz (9%), hinter Banken und Versicherungen (je 18%) und gleichauf mit dem Zentralrat der Muslime. Als weniger vertrauenswürdig als die Manager sehen die Bundesbürger nur den Islam (7%) und die Werbeagenturen (4%).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: "Seit über einem Jahrzehnt fragen wir die Deutschen, wieviel Vertrauen sie zu den relevanten gesellschaftlichen Institutionen haben. Eine derart flächendeckende Vertrauens-Erosion wie in diesem Jahr haben wir in diesem Zeitraum noch nie gemessen. Es wird deutlich, wie schädlich die mühsame Regierungsbildung und die für die meisten nicht nachvollziehbaren Streitigkeiten in Union und Koalition sowie die vielen Defizite in staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen für das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit des Staates und anderer für das Funktionieren der Gesellschaft wichtiger Institutionen waren."

AfD-Anhänger misstrauen Medien, Schulen und Gewerkschaften Die Anhänger der AfD haben nicht nur zum politischen System insgesamt sondern auch zu vielen gesellschaftlichen Institutionen kein Vertrauen. Laut aktuellem RTL/n-tv-Trendbarometer haben nur 26 Prozent der AfD-Anhänger Vertrauen zum Radio (die übrigen Bundesbürger: 60%), nur 13 Prozent trauen der Presse (50%), 12 Prozent dem Fernsehen (32%), 33 Prozent den Schulen (58%), 30 Prozent den Gewerkschaften (49%) und 19 Prozent der Evangelischen Kirche (42%). Lediglich zu Unternehmern sowie zu Managern und Arbeitgeberverbänden, zu Ärzten, Werbeagenturen und Bundeswehr ist das Vertrauen der AfD-Sympathisanten ähnlich hoch oder niedrig wie bei den Bürgern ohne AfD-Präferenz.

Schwarz-Grün erreicht 51 Prozent

Zu Beginn des neuen Jahres bleibt die politische Stimmung in Deutschland gegenüber den Vorwochen weitgehend stabil. Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer liegt die CDU/CSU mit 32 Prozent nur knapp unter dem Ergebnis der Bundestagswahl, während die SPD 5 Prozentpunkte weniger ausweist als im September 2017. Die Grünen bleiben zweitstärkste Partei, ein Plus von 10 Prozentpunkten gegenüber der Bundestagswahl. Wie schon Ende 2018 hätte ein schwarz-grünes Bündnis derzeit eine regierungsfähige Mehrheit (51%).

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, ergäbe sich folgende Stimmenverteilung: CDU/CSU 32 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 15 Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 19 Prozent (8,9%), Linke 9 Prozent (9,2%), AfD 12 Prozent (12,6%). 5 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 24 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

Die Daten zum Institutionen-Ranking wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa zwischen dem 19.12.2018 und dem 2.1.2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Daten-basis: 2.515 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Die Daten zur Parteipräferenz wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom 2.-4.1.2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 1.503 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Quelle: Mediengruppe RTL Deutschland (ots)

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