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Merkel würdigt Feuerwehren

Archivmeldung vom 13.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Screenshot des Youtube Video Kanal der Bundesregierung - Intro Podcast der Bundeskanzlerin Merkel.
Screenshot des Youtube Video Kanal der Bundesregierung - Intro Podcast der Bundeskanzlerin Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Arbeit der Feuerwehren in Deutschland gewürdigt. Dass in den Freiwilligen Feuerwehren rund eine Million Menschen ehrenamtlich tätig seien, sei ein Markenzeichen Deutschlands, sagte Merkel in ihrem neuen Video-Podcast.

Beim 12. Berliner Abend der deutschen Feuerwehren am kommenden Mittwoch (17.5.) wolle sie für dieses Engagement "Danke" sagen. "Wir haben in 2.074 Städten nur 100 Berufsfeuerwehren; alles andere wird von Ehrenamtlichen geleistet", erklärte Merkel. Und auch dort, wo Berufsfeuerwehren arbeiteten, gebe es ergänzend Freiwillige Feuerwehren. "Ich glaube, das ist einzigartig", so die Bundeskanzlerin, "und ein Riesenbeitrag dazu, dass Menschen sicher leben können."

Im Gespräch mit der 16-jährigen Schülerin Lucie Klemme von der Jugendfeuerwehr Möllenbeck/Niedersachsen sagte die Bundeskanzlerin, auch für die Nachwuchsarbeit sei den Feuerwehren zu danken. "Wir können stolz sein, dass von den 22.000 Wehren, die wir ungefähr haben, über 18.000 auch eine Jugendfeuerwehr haben, und dass wir uns wirklich in einer Lage sehen, in der auch viele junge Leute Interesse zeigen", betonte Merkel. Es gelte, dafür Sorge zu tragen, dass junge Erwachsene weitermachen könnten, wenn sie eine Berufsausbildung machten und ihre berufliche Entwicklung planten. Auch in Zukunft müssten Arbeitgeber dafür die Bedingungen schaffen. Den Arbeitgebern sei immer wieder zu sagen, dass die Freistellungen ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft seien, so Merkel.

Zudem gelte es, reibungslose Erstattungsmöglichkeiten für Verdienstausfälle ohne viele bürokratische Hindernisse zu organisieren.

Die Bundeskanzlerin spricht sich dafür aus, insgesamt die Akzeptanz der Feuerwehren zu stärken. Inzwischen würden sie zum Teil an Löscharbeiten und Rettungsarbeiten gehindert. Merkel wies in diesem Zusammenhang auf das Gesetz zum besseren Schutz von Polizisten und Rettungskräften hin, dem der Bundesrat gestern zugestimmt hat. Es werde zur Stärkung des Engagements beitragen, sagte die Bundeskanzlerin.

Gefragt, welche Möglichkeiten sie für moderne technische Ausstattungen der Feuerwehren sehe, erklärte Merkel, zuständig seien zwar vorrangig die Bundesländer, aber das Bundesamt für Zivilschutz versuche zu helfen. Denn die Feuerwehren leisteten auch Zivil- und Katastrophenschutz. Es gebe viele Anträge für Löschfahrzeuge oder andere Technik. Der Bund werde in den nächsten Jahren hierfür über 90 Millionen Euro ausgeben. "Ich glaube, dann kommen wir Schritt für Schritt auch zu einer angemessenen Ausstattung", sagte Merkel.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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