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Corona-Krise: Verbraucherschützer für Recht auf Homeoffice

Archivmeldung vom 12.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Dachdecker (Symbolbild)
Dachdecker (Symbolbild)

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat sich für ein Recht auf Homeoffice ausgesprochen. Darüber habe "zum Glück endlich eine Diskussion zwischen den politischen Parteien begonnen", sagte VZBV-Chef Klaus Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Angesichts der Corona-Pandemie wäre es "sehr sinnvoll, wenn es für Menschen deutlich leichter wäre, von zu Hause aus zu arbeiten." Dieses Recht werde man "von Berufsgruppe zu Berufsgruppe unterschiedlich anwenden müssen", so der VZBV-Chef weiter. Bisher könne der Arbeitnehmer diese Frage "in seinem Betrieb und sicherlich mithilfe eines Betriebsrats regeln". Es sei "ja auch im Interesse des Arbeitgebers, die Sorgen der Mitarbeiter ernst zu nehmen und ein Infektionsrisiko für die eigenen Betriebsabläufe möglichst auszuschließen", sagte Müller.

Er kündigte zugleich ein hartes Vorgehen gegen überzogene Preise oder irreführende Gesundheitsversprechen im Zusammenhang mit dem Coronavirus an. "In mehreren Fällen hat der Verbraucherzentrale Bundesverband bereits Abmahnungen verschickt. Wenn die Anbieter keine strafbewehrte Unterlassungserklärung unterschreiben, werden wir Gerichtsverfahren einleiten", so der der oberste Verbraucherschützer. "Der schlimmste Fall war die Zehnerpackung Atemschutzmasken für 999,99 Euro", berichtete Müller. Das sei "Wucher". Da versuchten "schlimme Finger, das schnelle Geld zu machen", so der VZBV-Chef weiter.

Ein Anbieter habe Vitamin C als angebliche Präventionsmittel gegen Corona angeboten. "Wenn wir so etwas feststellen, gehen wir rechtlich dagegen vor", sagte Müller. Von Hamsterkäufen riet der oberste Verbraucherschützer dringend ab. "Es gibt bislang keine Hinweise, dass das Regal für eine bestimmte Nudelsorte oder für Toilettenpapier länger als 24 Stunden leer sind", so der VZBV-Chef weiter. Viele Kunden seien "natürlich verunsichert". Er könne aber "nicht erkennen, dass es tatsächlich Versorgungsengpässe gibt. Hamsterkäufe sind daher nicht geboten", sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Vernünftig sei allerdings, "einen gewissen Grundstock an haltbaren Lebensmitteln" wie Nudeln, Reis, Mehl oder Säfte zu Hause zu haben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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