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Umfrage: AfD kann nach Sachsen-Wahl auch bundesweit zulegen

Archivmeldung vom 15.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
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Nach ihrem Wahlerfolg in Sachsen kann die "Alternative für Deutschland" (AfD) auch bundesweit in der Wählergunst zulegen. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich im Auftrag von "Bild am Sonntag" erhebt, kann die Partei um einen Prozentpunkt zulegen und landet bei 7 Prozent.

Einen Prozentpunkt abgeben muss hingegen die Union (41 Prozent). Auch die Linkspartei verliert einen Prozentpunkt (9 Prozent). Unverändert bleiben die Werte von SPD (25 Prozent), FDP (3 Prozent) und Grünen (9 Prozent). Die Sonstigen landen bei 6 Prozent (Plus 1). Emnid befragte vom 4. bis zum 10. September insgesamt 2.285 Personen.

Gabriel: "Die AfD ist ein Jobkiller"

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hält die AfD für eine Bedrohung für Arbeitsplätze in Deutschland: "Die AfD ist ein Jobkiller", sagte Gabriel der "Bild am Sonntag". "Wer sich derartig fahrlässig zu Europa äußert, der kapiert nicht, dass Millionen von Arbeitsplätzen von einem funktionierenden Europa abhängen."

Zur Begründung sagte der Vizekanzler: "Mehr als 40 Prozent unserer Exporte gehen in die Eurozone, 60 Prozent in die Europäische Union. Die AfD möchte die Eurozone zerstören." Das stelle eine "Riesengefahr" für die Arbeitsplätze der Angestellten, Facharbeiter und Handwerker dar. "Für die AfD-Politiker ist das kein Problem, denn die Jobs von Professoren oder Wirtschaftsberatern im Ruhestand sind dadurch nicht bedroht."

Der Union rät Gabriel zu einer "Offensiven Auseinandersetzung" mit der AfD. "Und nie wieder - wie Herr Tillich in Sachsen - den Fehler machen, auf eine möglichst geringe Wahlbeteiligung zu setzen und den Wahltermin in die Ferien zu legen. Damit hat er die kleine AfD zu einem Scheinriesen gemacht."

Seehofer rechnet längerfristig mit der AfD

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer stellt sich darauf ein, dass die AfD auf absehbare Zeit einen Platz in der deutschen Parteienlandschaft halten kann: "Ich rechne längerfristig mit der AfD", sagte Seehofer im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Wir müssen uns mit dieser Partei und ihren Inhalten auseinandersetzen, denn ich glaube nicht, dass die AfD so schnell verschwinden wird wie die Piraten." Wenn die Parteiführung die Kraft habe, "die Radikalen auszusortieren", dann werde sich die AfD "bis zur Bundestagswahl 2017 nicht von selbst erledigen".

Nach den bisherigen Analysen kämen die Stimmen für die AfD zwar aus allen Lagern, aber eben auch aus den bürgerlichen, so der bayerische Ministerpräsident. "Die AfD ist Realität, und es hilft keinem, wenn wir patzig reagieren oder die Wähler beschimpfen. Wir müssen uns mit dieser Partei und ihren Inhalten auseinandersetzen." Die Partei bestehe "in der Mehrzahl nicht aus braunen Dumpfbacken, sondern durchaus auch aus intelligenten Menschen", sagte Seehofer.

SPD empört über Lob von AfD-Chef Lucke für innere Sicherheit der DDR

Die SPD hat empört auf das Lob von AfD-Chef Bernd Lucke für die innere Sicherheit in der DDR reagiert. "Jetzt wünscht sich Lucke nicht nur die D-Mark, sondern auch noch die Stasi zurück", sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi der "Bild am Sonntag". Lucke hatte im brandenburgischen Landtagswahlkampf zum Anstieg der Kriminalität erklärt: "Da versteht man doch, wenn Leute sagen: Wir wollen mit der alten DDR nichts zu tun haben, aber die innere Sicherheit war damals besser in der DDR als das in Westdeutschland der Fall war."

SPD-Generalsekretärin Fahimi betonte, dass die DDR ein Staat gewesen sei, "der Hunderttausende verfolgte und ins Gefängnis steckte, weil sie sich für Freiheit und Demokratie einsetzten". Hinter der "spießbürgerlichen Fassade" der AfD braue sich "eine üble braune Suppe zusammen".

Die positive Äußerung Luckes zur DDR ist kein Einzelfall. Bereits im sächsischen Wahlkampf hatte der AfD-Vorsitzende behauptet, es sei nachvollziehbar, dass Menschen in Sachsen aufgrund der gestiegenen Kriminalität das Gefühl hätten, "dass früher auch nicht alles schlechter war".

Parteienforscher: AfD könnte für Union zur "Horrorvision" werden

Nach Einschätzung von Parteienforschern könnte sich die eurokritische "Alternative in Deutschland" (AfD) dauerhaft in der Parteienlandschaft etablieren und zur Gefahr für die Union werden. Dass der Union nun rechts von ihr womöglich dauerhaft eine Konkurrenz erwachse, sei "eine Horrorvision für CDU und auch CSU", berichtet das "Handelsblatt".

Deswegen reagiere die Union auch so empfindlich, "fast als ob man es schon mit dem Vorfeld der NPD zu tun hätte", sagte der Passauer Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter dem "Handelsblatt". Den Kern des AfD-Erfolges sieht Oberreuter demnach in einem "entschiedenen bürgerlichen Konservatismus mit durchaus national, aber keineswegs extrem geprägten Einstellungen sowie in einer Distanz zu gesellschaftspolitischen Modernisierungs- und Wertwandelprozessen". Dieses Milieu sei in der CDU heimatlos geworden. Das erkläre auch den starken Zustrom ehemaliger CDU-Wähler. "Dort ist seit Jahren Unbehagen zu beobachten."

Laschet: AfD keine Partei rechts der CDU

Den Wahlerfolg der AfD in den brandenburgischen Landtagswahlen schreibt Armin Laschet dem linksgerichteten Wahlkampf der Partei zu. "Ich bestreite, dass die AfD eine Partei rechts von der CDU ist. Wer gegen den Westen, gegen den Euro Stimmung macht, wer mit so einer DDR-Nostalgie spielt, der greift auch durchaus linke Protestthemen auf", sagte der stellvertretende CDU-Parteivorsitzende in einem Interview mit dem Sender "Phoenix". Die AfD war am Sonntag deutlich in die Landtage von Brandenburg und Thüringen eingezogen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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