Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Berichte Ernährung Hanfsamen in Blumenbeet – Unbekannter sät wild

Hanfsamen in Blumenbeet – Unbekannter sät wild

Archivmeldung vom 10.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hanfsamen
Hanfsamen

Foto: Jonathunder
Lizenz: GFDL 1.2
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Hanfsamen sind heute Teil einer gesunden Ernährung und in vielen Lebensmitteln sowie kosmetischen Erzeugnissen enthalten. Die Renaissance der Pflanze hatte vor einigen Jahren begonnen und erst langsam beginnt sich auch in der Gesellschaft das Bild von einer Droge, wieder hin zu einer Nutzpflanze, zu wandeln. Denn fälschlicherweise liegt bei vielen Menschen der Fokus rein auf dem Stoff THC. Dabei werden leider die unzähligen Vorteile, die das Gewächs jenseits der Nutzung in Joints hat, ausgeblendet.

Salat mit Avocado, Hanfblättern und geschälten Hanfsamen.
Salat mit Avocado, Hanfblättern und geschälten Hanfsamen.

Bild: T.Tseng / flickr.com (CC BY 2.0)

Denn ohne Zweifel bieten die Samen der Hanfpflanze schon seit Jahrhunderten wichtige Beiträge zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. In diesem Artikel erfahren Sie, warum man Hanf-Lebensmittel essen sollte.

Etwas anderes hatte jedoch der Unbekannte zur Landesgartenschau in Pfaffenhofen a. d. Ilm im Kopf. Denn dieser wollte für ein besonderes Highlight sorgen und überraschen. So pflanzte er in einem Kreisverkehr, der mit Zierblumen bepflanzt war, einige Hanfsamen. Zum Leidtragen des unbekannten „Gärtners“ wurden diese jedoch schnell entdeckt. Dabei handelte es sich nicht gerade um eine geringe Menge. Der Fall ist zwar bereits im Jahr 2017 geschehen, zeigt jedoch auf besondere Weise, was vielerorts in Deutschland passiert. Denn immer mehr Menschen sähen Hanfsamen „illegal“ in der Natur aus – etwa auf Waldlichtungen, inmitten von Maisfeldern oder am Stadtrand hinter Böschungen.

In Pfaffenhofen hingegen hatte der Aufruf zur Bürgerbeteiligung einen Beitrag an der Natur zu leisten, offensichtlich jemand anders verstanden. So wurden laut Mitteilung der Stadtwerke 5.000 Hanf-Keimlinge auf dem Kreisverkehr gefunden. Platziert waren diese allesamt sauber zwischen den Blumen und somit gut versteckt. Dabei ist nicht erkennbar, ob es sich bei diesen um einen legalen Nutzhanf oder um THC-haltige Sorten handelt. Aus Letzterem lässt sich das immer noch heiß diskutierte Marihuana gewinnen. In diesem Kontext will nun auch der CDU-Gesundheitsexperte ein Modellprojekt für legalen Hanfkonsum. Dennoch ist der wilde Anbau hierzulande verboten und so mussten alle 5.000 Keimlinge entfernt werden.

Jedoch zeigte der Unbekannte enormes Geschick in der botanischen Disziplin. Denn er hat die Saat exakt zum optimalen Zeitpunkt ausgebracht, das Wetter im Mai ideal war und zudem ausreichend feucht. Aufgrund dieser Umstände konnten die Samen einen perfekten Untergrund in dem sandigen Boden finden. Im Regelfall wird eine solche Hanfpflanze zwischen drei und vier Metern groß. Somit wäre die Tat deutlich sichtbar gewesen. Jedoch hätte ein neuerlicher Frost die Hanf-Keimlinge auch abtöten können. Der zuständige Stadtgärtner sah das Ganze eher beeindruckend. Denn selbst Bändchen hatte der Unbekannte an jeder einzelnen Pflanze angebracht. Daher stellte er dem Täter, insofern es sich um einen Jugendlichen handle und das Ganze aus einem Scherz heraus geschehen sei, eine Ausbildungsstelle in Aussicht. Für Menschen mit einem fortgeschrittenen Alter wäre eine Partnerschaft in dem Blumenkreis denkbar gewesen.

Da eine Analyse der Hanf-Keimlinge absolut unverhältnismäßig gewesen wäre, sah die Polizei von einer Strafverfolgung ab. Dennoch mussten die jungen Pflanzen ausgegraben werden. Der zuständige Polizeisprecher gab damals zudem an, dass, wenn es sich um Marihuana-Samen gehandelt haben sollte, diese ohnehin für den Täter ziemlich teuer gewesen sein mussten. Laut Antenne Bayern wäre in Falle einer Strafverfolgung für den Unbekannten nur eine Geldstrafe von 15 bis 20 Euro wegen einer Ordnungswidrigkeit erhoben worden. Ob sich der Hobby-Gärtner mit dem grünen Daumen geoutet hat, ist nicht bekannt.

---

Anzeige:
Videos
AdSuG.18 - Völkische Kultur: Gefährliche Ideologie?
Anastasiabewegung & die Erlösung der Welt?
Symbolbild
Auf der Spur der Viren
Termine
Agnihotra Seminar
36318 Schwalmtal
29.09.2019
Berlin Brandenburger Immobilientag 2019
14467 Potsdam
22.10.2019
The FORCE Seminar - Die Macht in dir
36318 Schwalmtal
15.11.2019 - 17.11.2019
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige