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Der Frucht-Tiger ist gerettet

Archivmeldung vom 10.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Frucht-Tiger von Eckes-Granini
Frucht-Tiger von Eckes-Granini

Mogelpackung ade: Hersteller Eckes-Granini hat auf die Verbraucherkritik reagiert und die Rezeptur seines Kindergetränks Frucht-Tiger grundlegend umgestellt. Aus der einstigen Werbelüge ist demnach ein Produkt frei von Zusatzstoffen geworden, das nach Herstellerangaben nur noch aus Fruchtsaft, Wasser und 0,1 Prozent zugesetztem Zucker besteht.

2009 war der Frucht-Tiger bei der Online-Wahl zum Goldenen Windbeutel auf www.abgespeist.de noch einer der Kandidaten für die Auszeichnung der dreistesten Werbelüge des Jahres, verliehen von der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch. Lange hatte Eckes-Granini sein Getränk als "gesunden Durstlöscher" beworben - ein klarer Fall von Etikettenschwindel. Denn der Frucht-Tiger enthielt umstrittene Süßstoffe und den Zusatzstoff E 330 (Citronensäure), der den Zahnschmelz stark angreift. Mehrere tausend Verbraucher hatten sich über die foodwatch-E-Mail-Aktion namentlich beim Hersteller beschwert oder für den Frucht-Tiger als dreisteste Werbelüge des Jahres abgestimmt. Bereits während der Wahl zum Goldenen Windbeutel im Frühjahr 2009 reagierte Eckes-Granini und stoppte die Bewerbung des Produkts als "gesund". Nun folgte der konsequente Schritt: Der Verzicht auf Aroma, bedenkliche Zusatzstoffe und überflüssige Vitaminzusätze.

"Das zeigt: Verbraucherkritik kann etwas bewirken, Eckes-Granini hat sich dem Druck gebeugt", sagt Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne abgespeist.de. "Etikettenschwindelfrei würde auch anderen Herstellern gut zu Gesichte stehen - leider haben das viele noch nicht erkannt." foodwatch lobt daher auch in diesem Jahr den "Goldenen Windbeutel" für die dreisteste Werbelüge aus. "Je mehr Verbraucher mitmachen, umso deutlicher ist das Signal an die Lebensmittelindustrie", so Anne Markwardt.  Die Abstimmung läuft noch bis zum 22. April auf der Internetseite www.abgespeist.de.

Zu den fünf Kandidaten gehört auch die Pastasauce Bertolli Gegrilltes Gemüse. Hersteller Unilever macht hier das Gegenteil von Eckes-Granini: Er wirbt auf dem Etikett mit einer "verbesserten Rezeptur" - tatsächlich haben sich die Zutaten aber verschlechtert. In das vormals aus rein natürlichen Zutaten zusammengesetzte Produkt wurden Aroma, E 330 (Citronensäure) und der glutamathaltige Geschmacksverstärker Hefeextrakt aufgenommen. Der Frucht-Tiger geht dem umgekehrten Weg. "Das ist eine Rezepturverbesserung, die der Markteinführung eines komplett neuen Produktes nahe kommt", so Anne Markwardt. "Viele Hersteller wollen Etikettenschwindel mit dem Hinweis rechtfertigen, dass sie sich ja an die Gesetze hielten. Doch nicht alles, was  legal ist, ist auch legitim. Eckes-Granini hat erkannt, dass die Verbraucher nicht an der Nase herumgeführt werden wollen - das verdient Respekt." 

Quelle: foodwatch

 

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