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Der Vitaminkrieg geht uns alle an!

Archivmeldung vom 29.04.2005

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2005 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Pharmalobby versucht weltweit, sich der Konkurrenz durch natürliche Nahrungsergänzungen zu entledigen. Sie hat es beinahe schon geschafft. Nachfolgend ein sehr interessanter Bericht, der in der Zeitenschrift Nr. 46 erschien.

Von Benjamin Seiler

Ein Damoklesschwert hängt über uns Europäern, dessen sich nur wenige bewußt sind. Über neue Gesetzgebungen will man uns das Recht nehmen, frei darüber zu bestimmen, welche Nahrungsergänzungen wir einnehmen möchten. Weil künftig alles, was nicht ausdrücklich zugelassen ist, automatisch verboten sein wird - selbst wenn es sich dabei um Hausmittel handelt, die man schon seit Jahrhunderten kennt und anwendet. Und nun raten Sie mal, welcher Industriezweig in erster Linie genügend Geld und politischen Einfluß besitzt, um seine Produkte behördlich zertifizieren zu lassen? Man formuliert neue Gesetze so, daß die industrielle Produktion der pharmazeutischen Großkonzerne begünstigt wird, während naturnahe Verarbeitungsmethoden kleiner Unternehmen faktisch benachteiligt sind. Es geht schlicht darum, den Menschen möglichst keine Alternative zu den pharmazeutischen Präparaten der Chemie-Multis mehr zu lassen. Selbstverständlich formulieren die Pharmalobbyisten und ihre politischen Handlanger diese Absicht nicht so klar. Im Gegenteil. Offiziell geht es um "Verbraucherschutz" und internationale "Sicherheitsstandards" - wogegen nichts einzuwenden wäre, würde man allein diese Absicht verfolgen.


Der Codex Alimentarius

Eine Absicht übrigens, die nicht neu ist. Bereits 1963 wurde die Codex-Alimentarius-Kommission unter dem starken Einfluß der pharmazeutischen Industrie als internationales Organ für die Festsetzungen weltweiter Lebensmittelstandards gegründet. Sie soll im Namen der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Welternährungsorganisation FAO die Zulassungsverfahren für Lebensmittel und Nahrungsergänzungen harmonisieren und einen globalen Verbraucherschutz gewährleisten. Doch die eigentlichen strategischen Ziele des Codex Alimentarius lauten wie folgt:

  1. Die Verbreitung von Gesundheitsinformationen über Vitamine, Aminosäuren, Mineralien und andere Naturstoffe zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten soll weltweit verboten werden.

  2. Der Vertrieb von Vitaminen und anderen Naturstoffen, welche die willkürlichen und viel zu niedrig angesetzten Grenzwerte der Codex-Kommission überschreiten, soll weltweit untersagt werden.

  3. Staaten, die entsprechende Gesetzesvorlagen nicht übernehmen und anwenden, sollen mit internationalen Wirtschaftssanktionen bestraft werden.

Die wachsende Bedeutung von Vitaminen und anderen natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln ist zu einer ernsthaften, wenn nicht gar existentiellen Bedrohung für die Milliardenmärkte der weitgehend überflüssigen Pharmapräparate geworden. Hinzu kommt die immer größer werdende Gefahr von Sammelklagen gegen die Pharmaindustrie wegen den Nebenwirkungen vieler Medikamente (Vioxx-Skandal etc.). So versucht die Pharmalobby über den von ihr kontrollierten Codex Alimentarius, ihre davonschwimmenden Felle auf gesetzlichem Weg zu sichern.
Von den dreißig Komitees, die unter dem Codex Alimentarius zusammengefaßt sind, ist eines besonders wichtig: das Codex-Komitee für Ernährung und diätetische Lebensmittel. Federführend in diesem Komitee ist die deutsche Bundesregierung durch das Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz. Deutschland ist das größte Exportland pharmazeutischer Produkte. Über die Hälfte aller Codex Alimentarius-Mitglieder stehen direkt oder indirekt auf der Gehaltsliste der Pharmakonzerne. Gar mehr als drei Viertel vertreten die Interessen dieser multinationalen Unternehmen. Selbst einige der im Codex Alimentarius vertretenen ‚Verbraucherschutz'-Gruppen sind nichts weiter als von der Industrie gegründete Tarnorganisationen - beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE.
Hans-Ulrich Grimm schreibt in seinem Buch Die Suppe lügt (vgl. ZS 35, Seite 12), von den 2'578 Delegierten, die zwischen 1989 und1991 an den Codex-Konferenzen teilgenommen hatten, seien gerade mal 26 von Umwelt- oder Verbraucherschutzorganisationen entsandt oder zugelassen worden.
Doch damit nicht genug: Die Ansiedlung von Tochterunternehmen multinationaler Pharmakonzerne in Drittwelt-Ländern wird grundsätzlich vom Wohlwollen der dortigen Regierungen gegenüber den Codex-Plänen abhängig gemacht. Industrienationen sind davon keineswegs ausgenommen. Nur wenige Monate, nachdem der Schweizer Chemie-Multi Novartis mit seinem Hauptquartier nach Norwegen umgezogen war, unterstützte die norwegische Regierung plötzlich die Forderungen des Codex Alimentarius.

Immer weniger Nährwert

Was geht mich das an, mag der eine oder andere sich fragen. Sehr viel! Denn unsere Umwelt und wir selbst sind mittlerweile alle so stark belastet, daß eine gesunde, ausgewogene Ernährung allein uns längst nicht mehr mit allen benötigten Vitalstoffen versorgen kann, wie das früher einst der Fall war. Sie glauben das nicht? Daß unser Obst und Gemüse immer weniger Vitalstoffe wie Mineralien und Vitamine enthalten, bewies eine Studie aus dem Jahr 2004. Laut Andrea Strata, Nahrungsexperte und Professor an der Universität Parma, sehen die Produkte zwar besser aus als vor 20 Jahren, hätten jedoch nur noch die Hälfte ihres Nährwerts. Schuld sind ausgelaugte Böden, Luftverschmutzung, zu schnelles Wachstum (pharmazeutische Dünger), widernatürliche Konservierungsprozesse und zu lange Lagerung/Transportwege.

Der Vergleich zwischen einer 1985 erstellten Studie des Pharmakonzerns Geigy und den 2002 in einem Karlsruher Lebensmittellabor (Sanatorium Oberthal) ermittelten Werten von Obst und Gemüse bestätigt Stratas Aussagen. Die in Klammern angegebene Prozentzahl bezeichnet jeweils die Differenz zwischen den 1985 und 2002 gemessenen Werten:

  • Brokkoli: Calcium (minus 73%); Folsäure (minus 62%), Magnesium (minus 55%)

  • Bohnen: Calcium (-51%); Folsäure (-23%), Magnesium (-31%), Vitamin B6 (-77%)

  • Kartoffeln: Calcium (-78%); Magnesium (-48%)

  • Möhren: Calcium (-24%); Magnesium (-75%)

  • Spinat: Magnesium (-76%), Vitamin C (-65%)

  • Apfel: Vitamin C (-60%)

  • Banane: Calcium (-12%); Folsäure (-79%), Magnesium (-23%), Vitamin B6 (-95%)

  • Erdbeeren: Calcium (-43%); Vitamin C (-87%).

Die wichtigsten Lebensmittel können uns also je länger je weniger mit ausreichend Vitalstoffen versorgen. Gleichzeitig benötigen wir aber immer mehr davon, weil unsere Körper durch Umweltgifte, technische Strahlung und Streß immer stärker belastet werden. Dieser sich öffnenden Schere der Mangelversorgung kann man nur entgehen, wenn man zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel aus möglichst natürlichen Vitalstoffen einnimmt - und zwar in ausreichenden Mengen. Doch genau dies will die Pharmaindustrie mit den internationalen Richtlinien des Codex Alimentarius verhindern.

Erschreckend unterversorgt?

Daß die Bevölkerung Mangel leidet, findet auch die Pharmalobby. Allerdings denkt sie dabei nicht an Vitalstoffe. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller VFA veröffentlichte am 15. Oktober 2004 eine Studie, wonach in Deutschland 25 Prozent der Bevölkerung medizinisch unterversorgt sind. Aus Sicht der Pharmaindustrie erhalten mindestens zwanzig Millionen Patienten zuwenig pharmazeutische Medikamente. Allein zehn Millionen Menschen mit Bluthochdruck oder Osteoporose würden nicht ausreichend versorgt, dazu noch einmal sechs Millionen Patienten mit chronischen Schmerzen. Der Verband spricht von einem "erschreckenden Ausmaß der Unterversorgung". Schuld an dieser Misere, so der Pharma-Verband, ist der Kostensenkungsdruck in der gesetzlichen Krankenversicherung. VFA-Vorstandschef Andreas Barner: "Wir wissen, daß es die Ärzte immer schwerer haben, den Patienten innovative Arzneimittel zu verordnen."
Statt dessen kaufen immer mehr Leute Nahrungsergänzungen, welche die Kassen nicht belasten - das muß den Pharma-Vorständen sauer aufstoßen! Der Verein ProGesundheitSchweiz schätzt, daß über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung gelegentlich zu irgendwelchen Vitaminpräparaten greift. Fast dreißig Prozent von ihnen nehmen solche sogar regelmäßig ein.

Beliebte Alternativmedizin

Komplementärmedizin ist ‚in'. Man setzt die Hoffnung vermehrt in Naturheilverfahren, Alternativ-Medizin und Nahrungsergänzungen. Amerika kommt hier die Vorreiterrolle zu. Mehr als ein Drittel aller Amerikaner wendet bei sich selbst die Komplementärmedizin an - meist aus eigenem Antrieb und ohne Konsultation des Hausarztes. Besonders beliebt sind die Nahrungsergänzungsstoffe, deren Herstellung und Vertrieb allein in den Vereinigten Staaten zu einem Industriezweig mit mehr als 18 Milliarden Dollar Jahresumsatz gediehen. So fließt viel Geld an den Taschen der Pharma-Multis vorbei. Geld, das vor allem gebildete Leute ausgeben. Der Konsum von Ergänzungsstoffen zeigt nämlich eine positive Korrelation mit der Schulbildung.
Aus diesem Grund versucht die Pharmalobby, die Position der pharmazeutischen Arzneimittel in der Öffentlichkeit gegen die Konkurrenz aus dem Schoß von Mutter Natur zu verteidigen. Das geht am besten mit der Suggestion, natürliche Mittel würden nicht einmal entfernt die Wirkkraft von pharmazeutischen Stoffen aufweisen. So stand beispielsweise in der Neuen Zürcher Zeitung vom 26. Januar 2005: "Doch auch ein hohes Bildungsniveau schützt nicht vor wissenschaftlich fragwürdigen Erwartungen, die oft in Bezug auf komplementäre Maßnahmen im Umlauf sind. Bei einer Befragung [in den USA] drückten fast zwei Drittel der Anwender von Nahrungsergänzungspräparaten die Überzeugung aus, diese hülfen gegen Erkältungen, und mehr als die Hälfte glaubten an einen Nutzen gegen Arthritis und Depressionen. Daß solche meist in Pillenform eingenommenen Stoffe eine Krebstherapie unterstützen können, glaubten 35 Prozent der Befragten, 16 Prozent hielten gar eine Linderung von Aids-Symptomen für denkbar."
Ein weltbekannter deutscher Mediziner hat bewiesen, daß solcher Glaube längst kein Aberglaube mehr ist. Vitalstoffe wie Vitamine und Mineralien sind nicht nur Voraussetzung für eine intakte Gesundheit, sondern sie können sogar die meisten schweren Zivilisationskrankheiten heilen. Dr. Matthias Rath (www.drrath.com), Schüler und Nachfolger des amerikanischen Vitaminpapstes Linus Pauling, belegte dies mit einer Vielzahl von Studien und noch mehr Erfahrungsberichten (vgl. ZS 19, Seite 3). In dieser Erkenntnis wird die ganze schändliche Tragweite des von der Pharmalobby geführten Kampfes gegen Nahrungsergänzungen offenbar - er ist ein ‚Verbrechen gegen die Menschheit'.

‚Natürliche' und ‚künstliche' Vitalstoffe

Warum aber will die Pharmaindustrie Nahrungsergänzungen aus natürlichen Rohstoffen unbedingt vom Markt verdrängen? Weil sie die meisten pharmazeutischen Medikamente überflüssig machen, ist noch nicht die ganze Wahrheit. Schließlich könnten die Chemie-Multis ja ebenfalls ins Geschäft mit den Nahrungsergänzungen einsteigen - was sie übrigens auch tun. Nur gibt es dabei leider ein Problem: Was bereits in der Natur vorhanden ist - Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Enzyme etc. - kann nicht patentiert werden. Ohne juristischen Patentschutz muß sich ein Produkt der lästigen Konkurrenz im offenen Markt stellen. Und das drückt auf die Gewinnmarge. Wer nicht alleiniger Anbieter ist, kann nämlich auch keine Fantasiepreise verlangen, wie das bei vielen patentrechtlich geschützten Pharmapräparaten der Fall ist. Hinzu kommt, daß Vitalstoffe, die man mit oft aufwendigen Verfahren aus natürlichen Rohstoffen gewinnt, relativ teuer in der Herstellung sind. Ein synthetisch in großen Mengen produziertes Vitamin beispielsweise, wie es die Pharmariesen anbieten, kann viel billiger hergestellt werden - verspricht ergo deutlich mehr finanziellen Gewinn.
Nur leider sind diese synthetisch hergestellten anorganischen Vitamin-Präparate etc. für den Körper von minderwertiger Qualität, weil sein Stoffwechsel sie gar nicht richtig verarbeiten kann. Ein Vitalstoff entfaltet nämlich nur dann seine volle Wirkkraft, wenn er in der richtigen synergetischen Kombination von Vitaminen, Enzymen und Pflanzenextrakten eingenommen wird - nämlich in möglichst natürlicher Form. Deshalb ist beispielsweise der schonungsvoll zu einem Pulver verarbeitete Saft von ausgereiftem, biologisch gezogenem Obst oder Gemüse jedem synthetisch hergestellten Industrie-Vitamin vorzuziehen. Das gilt selbstverständlich auch für Mineralien, Enzyme etc.

Manipulierte Medienschlachten

Dank Menschen wie Dr. Matthias Rath läßt sich die Heilkraft guter Nahrungsergänzungen nicht länger verschweigen. Deshalb versucht man immer wieder, die Exponenten der ‚Vitamin-Lehre' in der Öffentlichkeit zu diskreditieren. So fuhr das Pharmakartell unter anderem mit der Bild-Zeitung schweres publizistisches Geschütz gegen Dr. Rath auf. Ende Januar 2005 zitierte das Schlachtschiff des Springer-Konzerns den CDU-Abgeordneten Karl-Heinz Florenz mit den Worten: "Erklärtes Ziel ist es, diesem skrupellosen Scharlatan das Handwerk zu legen."
Das ist durchaus verständlich. Schließlich stellte Matthias Rath seine Gesundheits-Allianz und die von ihm entwickelte Zellular-Medizin unter das Motto "Gesundheit für alle bis 2020". Würde dieses Ziel erreicht, stünde die pharmazeutische Arzneimittelindustrie vor dem Bankrott - was auch für Karl-Heinz Florenz Konsequenzen hätte. Der EU-Abgeordnete geht nämlich laut der Koordination kritischer Bayer-Aktionäre bei dem Chemieriesen ein und aus. Und in Fachblättern wie dem Novartis-Magazin macht er sich für die Patentierung von genmanipulierter Nahrung stark.
Die Massenmedien haben diesbezüglich sowieso eine Schere im Kopf - man will ja keine guten Anzeigenkunden vergraulen. Manchmal reicht der Filz bis in die höchsten Ebenen. So hat der Springer -Verlag, dessen Blätter Bild und Bild am Sonntag sich auf Rath eingeschossen haben, zusätzliche Bande zur Pharmaindustrie:
Aufsichtsratvorsitzender Giuseppe Vita ist gleichzeitig Aufsichtsratvorsitzender des Pharma-Multis Schering, der sich unter anderem auf Hormonpillen und Chemotherapeutika spezialisiert hat.

Nebenwirkungen inklusive

Der Pharmalobby reicht es indes nicht aus, die Heilwirkung von Naturpräparaten zu diskreditieren. Sie schürt zudem die Angst vor ihren angeblichen Nebenwirkungen. In gewissen Fällen existieren diese zwar, doch sind sie gering verglichen mit dem Ausmaß der Nebenwirkungen pharmazeutischer Medikamente, die jedes Jahr Hunderttausenden von Menschenleben kosten.
Es ist auch korrekt, daß Naturpräparate die Wirkung von pharmazeutischen Mitteln verändern können, wenn man sie zusammen einnimmt. Doch diese Gefahr besteht ebenso beim alltäglichen Chemie-Cocktail an Pillen und Tabletten, der so vielen älteren Menschen bedenkenlos zugemutet wird. Kein Arzt und kein Forscher kann alle potentiellen Interaktion dieser Medikamente vorhersehen - was der Patient unter Umständen mit dem Leben bezahlt.
In einem Offenen Brief an das amerikanische Volk, der in der New York Times vom 23. Januar 2005 erschien, nennt Dr. Rath Zahlen: "Ihre Gesundheit wird bedroht durch die Nebenwirkungen von Pharma-Präparaten, die ein epidemieartiges Ausmaß angenommen haben. Die tödlichen Nebenwirkungen von Vioxx, Celebrex, Lipitor und Prozac sind keine Ausnahmen - sie sind die Regel. Die meisten Pharma-Präparate sind synthetische Produkte, die unser Körper als ‚Gift' einstuft, und die Organschäden und andere schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen. Nach Angaben der amerikanischen Ärztekammer (AMA) erleiden eine Million Menschen allein in den USA durch die Einnahme von Pharma-Präparaten schwere Gesundheitsschäden und mehr als 100'000 Amerikaner sterben als direkte Folge davon."
Verständlich, daß die Pharmaindustrie sich vor einer Flut von Sammelklagen fürchtet. Dem will Präsident Bush einen Riegel schieben: Er macht sich für eine ‚medizinische Schadenersatzreform' stark, welche die Chemie-Multis vor Sammelklagen schützen soll.

Vorbild USA

Gleichzeitig versucht die US-Regierung, das Gesetz zur Vitaminfreiheit (Dietary Supplement Health and Education Act) auszuhebeln, welches den Amerikanern seit 1994 den freien Zugang zu Nahrungsergänzungen und Informationen über ihre gesunden Wirkungen garantiert. Vor der Einführung dieses stark gelockerten Gesetzes mußten neue Nahrungsergänzungen extrem teure und restriktive Prüfungsauflagen erfüllen. In der Folge kamen kaum Produkte auf den Markt. Und diese wenigen Präparate waren wegen den hohen Zulassungskosten viel zu teuer.
Doch seit der Liberalisierung der Nahrungsergänzungen - welche nicht als Arzneimittel eingestuft sind - boomt der amerikanische Markt: Das Produktangebot ist viel größer, die Preise sind massiv billiger und das Gesundheitsbewußtsein in der Bevölkerung hat sich deutlich verbessert - und dies alles, ohne daß der Konsumentenschutz darunter gelitten hätte. Unter dem Druck der Pharmalobby wollen die europäischen Behörden nun nicht etwa dem amerikanischen Vorbild nacheifern, sondern restriktive Regelungen durchsetzen, die auf dem alten, gescheiterten US-System basieren. Mittel zum Zweck sind die internationalen Harmonisierungsbestrebungen im Rahmen des Codex Alimentarius, die mit der ‚EU-Direktive für Nahrungsergänzungen' und dem neuen Schweizer Heilmittelgesetz umgesetzt werden.

Verkaufte Gesundheit

Der Schachzug der Chemie-Multis ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Frei erhältliche Nahrungsergänzungen sollen künftig nur noch so lächerlich geringe Dosierungen an Vitalstoffen enthalten dürfen, daß sie faktisch wirkungslos sind (und damit die pharmazeutischen Pillen/Tabletten nicht konkurrenzieren).
Höher dosierte Präparate hingegen werden neu als Heilmittel eingestuft und fallen damit unter die sehr strengen gesetzlichen Bestimmungen für Medikamente. Hier stellen teure Zulassungsverfahren eine Hürde dar, die praktisch nur von finanzstarken Chemie-Multis genommen werden kann. Viele der kleineren Hersteller von natürlichen Nahrungsergänzungen werden auf diese Weise aus dem Markt gedrängt. Außerdem sind ‚Heilmittel' nicht frei verkäuflich, sondern dürfen nur von Apotheken abgegeben werden - die mehrheitlich den pharmazeutischen Unternehmen verpflichtet sind und ihre Kunden entsprechend beraten. Diese Strategie des Pharmakartells kommt dem Ausverkauf unser aller Gesundheit gleich. Dies offenbart sogar - wenn auch indirekt -die Medieninformation des Davoser World Economic Forum vom 21. Januar 2004 mit den Worten: "Nur in Expertenkreisen ist man sich bewußt, was Vitamin- und Mineralienmangel für die Menschen und Länder weltweit bedeuten. (…) Vitamin- und Mineralienmangel schädigt das Immunsystem, führt zu Geburtsschäden und verurteilt zwei Milliarden Menschen, unter ihrem physischen und geistigen Potential zu leben."

PS. Sie, lieber Leser, liebe Leserin, können etwas dagegen unternehmen. Wie, erfahren Sie in den zwei nachfolgenden Artikeln!

Vitamin-Initiative Schweiz


Seit dem 1. Januar 2004 ist in der Schweiz das neue Heilmittelgesetz in Kraft getreten, das die auf dem Codex Alimentarius basierenden EU-Normen umsetzt. Die "hochdosierten Vitalstoffe" werden bald nur noch als Arzneimittel in Apotheken erhältlich sein. Die für die Zulassung nötigen teuren klinischen Studien werden sich vor allem pharmazeutische Großkonzerne leisten können, welche so faktisch die Kontrolle über den Markt hochdosierter ‚Nahrungsergänzungs-Medikamente' erhalten. Die neuen gesetzlichen Höchstdosierungen für frei verkäufliche Nahrungsergänzungen sind gleichzeitig viel zu niedrig angesetzt.
Deshalb verlangt eine Volksinitiative die Liberalisierung des Vitamin- und Nahrungsergänzungsmarktes in der Schweiz. Denn solche Präparate gehören zur Grundversorgung und müssen der Bevölkerung ohne Einschränkung zur Verfügung stehen.
Wirksame (!) Nahrungsergänzungen fördern die Gesundheit und steigern die Lebensqualität. Damit senken sie die Kranken- und Pflegekosten und reduzieren teure medizinische Verfahren - ein wichtiger Schritt in Richtung Prävention, weg vom symptomorientierten Krankensystem. Die Schweiz gewährt ihren Bürgern als einziges Land Grundrechte, die eine solche Volksinitiative überhaupt möglich machen. Deshalb nütze sie, wer kann! Der Schweizer Ausgabe der ZeitenSchrift Nr. 46 liegt ein Unterschriftenbogen der Vitamin-Initiative bei. Falls Sie die Initiative unterstützen möchten, senden Sie den Bogen bitte möglichst weitgehend ausgefüllt an untenstehende Adresse zurück.

Bis Oktober 2005 müssen 120'000 Unterschriften gesammelt werden.

Weitere Bögen und zusätzliche Informationen erhalten Sie bei:
Vitamin-Initative Schweiz, Postfach 362, CH-3052 Zollikofen.
Tel. 031-919 13 78, Fax 031-91913 14.
www.vitamin-initiative.ch

EU-Direktive zu Nahrungsergänzungen


Die Bürger der Europäischen Union laufen Gefahr, ihr Recht auf wirksame Nahrungsergänzungen in den nächsten Monaten zu verlieren. Basierend auf dem Codex Alimentarius schuf die EU-Kommission eine ‚Direktive zu Nahrungsergänzungen', welche bereits in die nationale Gesetzgebung der Mitgliedstaaten Einzug gehalten hat (Juli 2003).

Sofern man sie juristisch nicht anfechten kann, werden ab August 2005 mehr als 300 wirksame und in biologischer Form erhältliche Zellnährstoffe verboten, die in über 5'000 unbedenklichen Vitamin- und Mineralprodukten enthalten sind!

Dies schließt eine Vielzahl der sichersten, hochgradig resorbierbaren und wirksamsten aus natürlichen Nahrungsmitteln gewonnenen Formen ein, unter anderem: Natürliche Vitamine wie Tocopherole/Tocotrienole (natürliches Vitamin E), Carotinoide und Methylcobalamin, alle Formen von Schwefel, Bor, Vanadium, Silizium und die meisten Spurenelemente, die am leichtesten resorbierbaren Formen von Kalzium, Magnesium, Zink, Selen, Chrom und Molybdän. Die EU-Direktive wird die Dosierung von Vitaminen und anderen Nährstoffen in Produkten drastisch beschränken und sämtliche hochdosierten Präparate vom Markt nehmen. Sie sieht ebenfalls zukünftige Beschränkungen bei anderen Nährstoffen als Vitaminen und Mineralien vor, etwa bei Fettsäuren, Aminosäuren, Enzymen, Probiotika, Phytonährstoffen etc.
Mit ihrer Direktive will die EU-Kommission einheitliche Zulassungsverfahren zum ‚Schutz des Konsumenten' durchsetzen. Das bedeutet: Alle Produkte, die von der EU nicht ausdrücklich zugelassen werden und auf einer sogenannten ‚Positiv-Liste' erscheinen, sind automatisch verboten. Die für die Zulassung erforderlichen klinischen Studien sind indes so teuer, daß sich dies viele kleinere Hersteller nicht werden leisten können und vom Markt verschwinden. Übrig bleiben in erster Linie die multinationalen Pharmakonzerne. - Außerdem sollen Gesundheitsaussagen bezüglich Nahrungsergänzungen strafbar werden.
Viele Bürgergruppen wehren sich gegen die Entmündigung durch die EU-Kommission, allen voran die internationale Alliance for Natural Health. Diese in England ansässige Organisation hat die besten Anwälte für EU-Recht verpflichtet (die einzige Gruppe, der es je gelang, eine EU-Direktive aufzuheben), um die ‚Direktive zu Nahrungsergänzungen' vor dem Europäischen Gerichtshof anzufechten. Der juristische Weg ist die einzige Möglichkeit, die Menschen Europas vor der rücksichtslosen Politik der pharmazeutischen Industrie zu schützen - doch das kostet Spendengeld. Der Fall wurde am 25. Januar 2005 vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg angehört und errang einen wichtigen Etappensieg:
Am 5. April 2005 befand der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes die ‚EU-Direktive zu Nahrungsergänzungen' für illegal, weil sie geltendes EU-Recht verletze.
Dieser Schlußantrag durch den wichtigsten Berater des höchsten Gerichts Europas wiegt viel, weil die Richter in ihrem Urteilsspruch häufig den Empfehlungen des Generalanwaltes folgen. Das Gericht wird seinen Entscheid voraussichtlich im Juni 2005 verkünden.
Deshalb muß der Druck aus dem Volk jetzt erst recht spürbar werden. Unter der Internetadresse www.laleva.cc/petizione/deutsch/petition_de.html finden Sie eine Petition gegen die EU-Direktive.
Oder besuchen Sie die Homepage von Dr. Rath: www.drrath.com. Wenn sie diesen für Europas Gesundheit so wichtigen Kampf unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an folgenden Kontakt in Großbritannien, wo Sie unter anderem auch Flugblätter in Deutsch erhalten können:
Alliance for Natural Health (ANH), Tel. 0044 (1252) 371 275
E-mail:
[email protected]
www.alliance-natural-health.org

Weitere interessante Artikel finden Sie in unserer Ausgabe Nr. 46 lesen.


Quelle:  www.zeitschrift.com

 

 

 

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