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ARD/ZDF-Onlinestudie 2012: Internetnutzung in Deutschland steigt weiter

Archivmeldung vom 20.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Wolfgang Pfensig / pixelio.de
Bild: Wolfgang Pfensig / pixelio.de

76 Prozent Internetnutzer in Deutschland, neue Nutzungssituationen durch mobile Endgeräte und steigende Nachfrage nach Fernsehinhalten im Netz - das sind die zentralen Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2012 zur aktuellen Internetentwicklung in Deutschland.

Der Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission Dr. Helmut Reitze verweist auf die hohe Attraktivität der ARD- Mediatheken im Netz: "Die neuen internetfähigen Endgeräte schaffen neue Nutzungssituationen, in denen die aus der Offline-Welt bekannten großen Informationsmarken besonders gefragt sind. Es freut mich sehr, dass die Angebote der ARD, die seit Jahrzehnten für Informationskompetenz, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit stehen, auch bei der Navigation auf den neuen Endgeräten zentrale Orientierungsmarken sind."

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission: "Tablets und Smartphones haben für eine deutliche Zunahme bei der zeitversetzten Nutzung von Fernsehendungen gesorgt. Dies bestätigt unsere Anstrengungen bei der konsequenten Weiterentwicklung der ZDF-Mediathek, die signifikante Reichweitenzuwächse verzeichnet."

75,9 Prozent der Deutschen (2011: 73,3 %) sind online. Dies sind 53,4 Millionen Internetnutzer. Damit hat sich die Zahl der Internetnutzer in den letzten zwölf Jahren nahezu verdreifacht hat (2000: 18,4 Mio.). Gegenüber dem Vorjahr kamen 1,7 Millionen "neue Anwender" hinzu. Die höchsten Zuwachsraten gehen weiterhin von den Über-50-Jährigen aus. 76,8 Prozent der 50- bis 59-Jährigen nutzen inzwischen das Internet (2011: 69,1 %). Unter den über 60-Jährigen sind 39,2 Prozent (2011: 34,5 %) online.

Die mobile Internetnutzung hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt (2009: 11 %; 2012: 23%). Dabei ersetzen mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones nicht den stationären Zugang, sondern sie schaffen neue Nutzungssituationen. Bereits 13 Prozent der Fernsehzuschauer nutzen gelegentlich neben dem Fernsehen den "Second Screen" des Smartphones, des Tablets oder des Laptops.

Während Smartphones besonders beliebt bei den Unter-30-Jährigen sind, sind Tablets, die inzwischen in 8 Prozent der deutschen Haushalte vorhanden sind, die Domäne der 30- bis 49-Jährigen. Tablet-Nutzer bewegen sich anders im Netz als Smartphone-Nutzer. Bei Smartphone-Nutzern steht die Kommunikation über soziale Netzwerke, bei Tablet-Nutzern der Abruf von Websites und die E-Mail-Kommunikation im Vordergrund.

15 Prozent aller Onliner besitzen inzwischen ein internetfähiges Fernsehgerät. Durch die neuen mobilen und stationären Endgeräte steigt der Abruf von Fernsehsendungen aus dem Netz weiter an: 30 Prozent der Onlinenutzer schauen zumindest gelegentlich im Netz zeitversetzt fern und 23 Prozent live. Beim zeitversetzten Fernsehen spielt Smart-TV die dominierende Rolle, bei Live-Fernsehen der Tablet-PC.

Im Schnitt verbringt jeder Erwachsene in Deutschland 83 Minuten im Netz. Parallel zur Zunahme der Internetnutzung stieg in den letzten Jahren die Fernseh- und Radionutzung auf 242 Minuten beziehungsweise 191 Minuten pro Tag.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2012, für die im Februar bis April dieses Jahres bundesweit repräsentativ 1.800 Erwachsene in Deutschland befragt wurden, sind in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Media Perspektiven" (MP 7-8/2012) dokumentiert und die Artikel unter www.ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar.

Quelle: ARD_ZDF (ots)

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