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Gedankenlesen: Websuche vor Entwicklungssprung

Archivmeldung vom 01.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Google Now: Gratis-App für Android und iOS. Bild: google.com
Google Now: Gratis-App für Android und iOS. Bild: google.com

Die Technologie der webbasierten Suchanfragen steht vor einem wesentlichen Entwicklungssprung. Geht es nach der Vorstellung einer Reihe von Start-ups und großer Internetkonzerne à la Google müssen User nämlich bald nicht einmal mehr nach bestimmten Informationen suchen, sondern lassen sich diese von einer speziellen "mitdenkenden" Software automatisch liefern. "Predicitve Search" heißt das Zauberwort für dieses Konzept, das wie eine Art persönlicher Assistent funktioniert, der gewissermaßen Gedankenlesen kann und schon weiß, was Nutzer suchen, bevor sie selbst daran denken. So wird der User etwa rechtzeitig vor Staus gewarnt, um keinen wichtigen Termin zu verpassen.

"Die Idee hinter Predictive Search ist der Versuch, den Nutzer mit relevanten Informationen zu versorgen, an die er vielleicht selbst noch gar nicht gedacht hat", erklärt Google-Sprecher Stefan Keuchel im Gespräch mit pressetext. Der Internetgigant stellt mit "Google Now" bereits seit geraumer Zeit eine entsprechende App für Android- und Apple-Handys zur Verfügung. Auch in der kommenden Hightech-Brille Google Glass wird diese Anwendung integriert sein. "Die Entwicklung in diesem Bereich wird aber mit Sicherheit noch einige Jahre benötigen. Letztendliches Ziel ist die perfekte Suchmaschine", so Keuchel.

Verknüpfte Daten

Doch wie kann das Programm schon vor dem User wissen, welche Informationen für ihn relevant sind und welche nicht? Ganz einfach: Die Applikation durchforstet verschiedene Datenquellen wie Posteingang, Kalender, GPS-Services und Telefonbuch mit zusätzlichen Diensten wie dem aktuellen Wetter- und Verkehrsbericht oder den neuesten Nachrichtenmeldungen. Wird dabei zum Beispiel festgestellt, dass sich auf dem Weg ins Büro oder zum nächsten Termin gerade ein Stau anbahnt und daher die Gefahr besteht, sich zu verspäten, erhält der Betroffene rechtzeitig einen Hinweis präsentiert.

"Die potenziellen Anwendungsmöglichkeiten sind enorm breit gefächert", betont Keuchel. "Der Funktionsumfang reicht von aktuellen Wetter-, Verkehrs- und Nachrichteninformationen bis zum automatischen Scannen von E-Mails auf wichtige Informationen, wie etwa Bestätigungen für Tickets zu Veranstaltungen. Die gebotenen Features werden kontinuierlich erweitert", ergänzt der Google-Sprecher, der in diesem Zusammenhang den großen Unterschied von Google Now und Apples Sparchassistent "Siri" hervorhebt: "Die Informationen werden situationsbedingt geliefert - so erscheint etwa vor einem Termin die Route dafür oder in der Nähe eines Kinos werden aktuelle Filme angezeigt."

Silicon-Valley-Trend

Google Now ist aber bei weitem nicht das einzige Beispiel für den Predictive-Search-Trend. Wie die New York Times berichtet, hat sich mittlerweile eine ganze Reihe von Start-ups in Silicon Valley dieser Idee verschrieben. Cue, reQall, Donna, Tempo AI, MindMeld und Evernote - das sind nur einige der Namen von Unternehmen bzw. Apps, die auf den Zug aufgesprungen sind. "Programme wie Google Now sind ein Entwicklungsschritt in Richtung des Star Trek-Computers, der auf die Fragen con Captain Kirk stets die relevanteste Antwort parat hat. Von diesem Ziel sind wir heute zwar noch weit entfernt, wir sind aber auch bereits sehr große Schritte vorangekommen", meint Keuchel abschließend.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

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