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Viele Websites und E-Mail-Dienste unterstützen noch nicht alle Domains eco Verband fordert mehr Anstrengungen der Betreiber und Softwareentwickler

Archivmeldung vom 26.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Angela Parszyk / pixelio.de
Bild: Angela Parszyk / pixelio.de

Eine Vielzahl von Websites und Internet-Clients - wie E-Mail-Server, E-Mail-Clients, Router oder auch Internetdienste - unterstützt noch immer nicht alle Domain-Namen. Sie können oftmals nur Domain-Endungen mit bis zu drei Zeichen verarbeiten - und dazu noch lediglich in ASCII (American Standard Code for Information Interchange, die Zeichenkodierung definiert 128 Zeichen). Dies entspricht jedoch nicht mehr der heutigen Realität im Internet.

"Zwar können Domain-Namen und E-Mail-Adressen mittlerweile auch nicht-lateinische Schriftzeichen wie beispielsweise Kyrillisch, Hangul, Thai, Arabisch, Hebräisch und Griechisch umfassen, aber die Mehrzahl der Anwendungen und Systeme im Internet unterstützt sie noch nicht", bemängelt Lars Steffen von eco - Verband der Internetwirtschaft e. V., zugleich Community Outreach Co-Coordinator der Universal Acceptance Steering Group (UASG) bei ICANN.

Domains basieren heute nicht mehr nur auf ASCII, sondern auch auf Unicode-Zeichensätzen von internationalisierten Domain-Namen und Domain-Endungen sowie den internationalisierten E-Mail-Adressen, wie das Beispiel im beigefügten PDF-Dokument zeigt.

Der Verband fordert die globale Internetwirtschaft auf, größere Anstrengungen zu unternehmen, um es mehr Menschen zu ermöglichen, das Internet sowohl in ihrer Muttersprache als auch mit allen am Markt verfügbaren Top-Level-Domains zu nutzen. Derzeit bleiben noch zu viele Internetnutzer außen vor.

Weniger als 5 Prozent aller Domains sind wirklich international

Insbesondere internationalisierte E-Mail-Adressen werden von Online-Portalen noch immer viel zu selten akzeptiert, um beispielsweise ein Benutzerkonto zu eröffnen. Der Verband verweist dabei auf einen Test der UASG vom 30. Juni 2016. Von 235 getesteten Websites akzeptierten bereits 90 Prozent eine [email protected] Adresse, die aus einer neuen Top-Level-Domain mit 4 Zeichen besteht, wie beispielsweise .taxi oder .shop. Sobald allerdings Unicode-Zeichensätze statt ASCII verwendet werden, sinkt die Akzeptanz unter 5%, wie Tests mit vollständig internationalisierten E-Mail-Adressen gezeigt haben (Beispiel siehe PDF-Dokument).

Engineering Manager Alexander Zeh von der Certified Senders Alliance sagt: "Viele Software- und Webentwickler überprüfen E-Mail-Adressen oder Domain-Namen bei der Anmeldung oder in Formularen auf ihre Korrektheit. Die verwendeten Algorithmen sind jedoch häufig seit Jahren unverändert im Einsatz und damit leider veraltet. Wenn dabei nicht alle Domain-Namen gleich behandelt und akzeptiert werden, schließt man unfreiwillig potenzielle Kunden und Besucher aus. Die nächste Milliarde Internetnutzer wird in den kommenden Jahren aus Regionen kommen, deren Sprachen nicht auf lateinischen Zeichensätzen basieren. Wer diese Zielgruppen erreichen möchte, sollte schnellstmöglich 'UA-ready' werden."

Möglichst jede Benutzeroberfläche sollte umgestellt werden

Der eco Verband engagiert sich in der Universal Acceptance Steering Group (UASG), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Universal Acceptance weltweit zum Durchbruch zu verhelfen. Ziel ist es, dass jede Benutzeroberfläche, die vom Nutzer die Eingabe eines Domain-Namens oder einer E-Mail-Adresse erfordert, sowohl Unicode als auch Zeichenfolgen von bis zu 256 Zeichen unterstützt. Dabei arbeitet die UASG mit führenden Anbietern von Internetdiensten, Softwareherstellern, Regierungen, Verbänden und Organisationen zusammen. Das eco Names & Numbers Forum informiert regelmäßig über die Arbeit und die Fortschritte der UASG.

Weitere Informationen unter: https://numbers.eco.de/universal-acceptance

Quelle: eco - Verband der Internetwirtschaft e. V. (ots)

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