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Bilderstreit im Sanitärhandel trifft Onlineshops - Dornbracht-Fotos mussten entfernt werden

veröffentlicht 07.03.2007 15:33
Wer derzeit im Online-Sanitärhandel nach Dornbracht-Armaturen sucht, darf sich wundern: In den meisten Shops sind die Originalfotos des Herstellers durch einfache Zeichnungen ersetzt, nur Europas Marktführer megabad.com hat eigene Produktfotos online gestellt. Denn in der Sanitärbranche schwelt ein Streit um Bilderrechte und Onlinepreise.

Schon seit langem sei es Herstellern wie Dornbracht ein Dorn im Auge, dass Onlineshops deutlich unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung und billiger als im Ladengeschäft verkauften, berichtet Mark Stiller, Generalbevollmächtigter von megabad.com. Daher habe Dornbracht Anfang Februar die Zusammenarbeit aufgekündigt und sämtlichen Shops verboten, die vom Hersteller lizensierten Produktfotos im Internet zu verwenden.

"Dornbracht möchte die Preise auf hohem Niveau stabilisieren", sagt Stiller. Dieses verständliche Anliegen harmoniere aber nicht mit der verbraucherfreundlichen Preispolitik von megabad.com. Daher hat der Marktführer für mehrere zehntausend Euro ein eigenes Fotostudio errichtet und rund 1.200 professionelle Produktfotos selbst erstellen lassen.

Kleine Onlineshops in Schwierigkeiten

Die Masse der kleineren Shops hat das Problem noch nicht gelöst. Beispielsweise erscheinen bei badidee.de Platzhalter statt der früheren Fotos, während sich armaturen-versand.de mit Zeichnungen behilft. Ohne hochwertige (und damit teure) Produktabbildungen liegt der Wettbewerbsnachteil gegenüber den Ladengeschäften auf der Hand.

Folgen andere Hersteller dem Beispiel?

Mark Stiller hält es für wahrscheinlich, dass Dornbracht kein Einzelfall bleibt. Bereits im vergangenen Jahr habe der Hersteller HansGrohe für alle Shops einen Bildrechtevertrag aufgesetzt, den er auch aufkündigen könne. "Das ist der falsche Weg", mahnt Stiller. "Wir sollten gemeinsam einen Konsens finden."

Quelle: Pressemitteilung Gottfried Stiller GmbH