Bilderstreit im Sanitärhandel trifft Onlineshops - Dornbracht-Fotos mussten entfernt werden
Schon seit langem sei es Herstellern wie Dornbracht ein Dorn im
Auge, dass Onlineshops deutlich unterhalb der unverbindlichen
Preisempfehlung und billiger als im Ladengeschäft verkauften,
berichtet Mark Stiller, Generalbevollmächtigter von megabad.com.
Daher habe Dornbracht Anfang Februar die Zusammenarbeit aufgekündigt
und sämtlichen Shops verboten, die vom Hersteller lizensierten
Produktfotos im Internet zu verwenden.
"Dornbracht möchte die Preise auf hohem Niveau stabilisieren",
sagt Stiller. Dieses verständliche Anliegen harmoniere aber nicht mit
der verbraucherfreundlichen Preispolitik von megabad.com. Daher hat
der Marktführer für mehrere zehntausend Euro ein eigenes Fotostudio
errichtet und rund 1.200 professionelle Produktfotos selbst erstellen
lassen.
Kleine Onlineshops in Schwierigkeiten
Die Masse der kleineren Shops hat das Problem noch nicht gelöst.
Beispielsweise erscheinen bei badidee.de Platzhalter statt der
früheren Fotos, während sich armaturen-versand.de mit Zeichnungen
behilft. Ohne hochwertige (und damit teure) Produktabbildungen liegt
der Wettbewerbsnachteil gegenüber den Ladengeschäften auf der Hand.
Folgen andere Hersteller dem Beispiel?
Mark Stiller hält es für wahrscheinlich, dass Dornbracht kein Einzelfall bleibt. Bereits im vergangenen Jahr habe der Hersteller HansGrohe für alle Shops einen Bildrechtevertrag aufgesetzt, den er auch aufkündigen könne. "Das ist der falsche Weg", mahnt Stiller. "Wir sollten gemeinsam einen Konsens finden."
Quelle: Pressemitteilung Gottfried Stiller GmbH


