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Großaktionär erhöht Druck auf Daimler

Archivmeldung vom 17.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Daimler AG Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim
Daimler AG Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim

Foto: User:Enslin
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Kurz vor der Hauptversammlung von Daimler fordern Aktionäre mehr Tempo beim Umbau des Autoherstellers. "Wenn Daimler den Strukturwandel weiter verschleppt, droht dem Konzern langfristig das gleiche Schicksal wie dem Ruhrgebiet", warnt Bert Flossbach in der aktuellen Ausgabe des "Spiegel".

Seine Vermögensverwaltung Flossbach von Storch ist einer der zehn größten Daimler-Aktionäre. Bei der Hauptversammlung am kommenden Mittwoch löst der Schwede Ola Källenius den langjährigen Chef Dieter Zetsche ab. Zuletzt ist bei Daimler der Absatz gesunken, während die Kosten für den Umstieg auf Elektroantrieb und neue Mobilitätsdienste rasch steigen. Deshalb verlangen Investoren ein hartes Sparprogramm.

"Die Produktionsstruktur ist nicht mehr zeitgemäß", sagt Fondsmanager Flossbach. Alle müssten Opfer bringen - Arbeitnehmer, Management und Aktionäre. "Angesichts des hohen Investitionsbedarfs wäre eine niedrigere Dividende angemessen", so Flossbach. Er und andere Aktionäre drängen außerdem auf einen raschen Börsengang der Lkw-Sparte. Der Daimler-Betriebsrat hingegen spricht sich gegen radikale Sparmaßnahmen aus. "Plumpes Kostenschrubben ist noch keine Strategie", sagt Betriebsratschef Michael Brecht dem "Spiegel". "Sparen ist nicht das einzig Entscheidende dafür, ob es uns künftig noc h gibt oder nicht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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