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57 % der Menschen mit Behinderung zwischen 15 und 64 Jahren waren 2019 in den Arbeitsmarkt integriert

Archivmeldung vom 18.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Menschen mit Behinderung haben es am Arbeitsmarkt nach wie vor schwer. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Deutschen Diversity-Tag mitteilt, waren knapp 57 % der Menschen mit Behinderung zwischen 15 und 64 Jahren berufstätig oder suchten nach einer Tätigkeit. Zum Vergleich: Die Erwerbsquote nichtbehinderter Menschen in dieser Altersgruppe betrug knapp 82 %.

Im Vergleich zum Jahr 2009 stieg die Erwerbsquote von Menschen mit Behinderung (52 %) in einem ähnlichen Umfang wie die von Nichtbehinderten (79 %). Rund 10,4 Millionen Menschen mit einer Behinderung lebten 2019 in Deutschland in privaten Haushalten. Darunter waren knapp 4,9 Millionen Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren.

Erste Aussagen zu möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt lassen sich voraussichtlich mit der nächsten Mikrozensus-Erhebung treffen.

Gute Chancen für Menschen mit Behinderung im Dienstleistungssektor

Menschen mit Behinderung sind in den verschiedenen Bereichen der Wirtschaft unterschiedlich stark repräsentiert. Überdurchschnittlich gute Chancen finden sie im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor, fast jeder dritte erwerbstätige Mensch mit Behinderung (31 %) arbeitet hier. Menschen ohne Behinderung waren hier nur mit einem Anteil von 25 % vertreten. Besonders bedeutsam ist hier der dazugehörige Bereich Erziehung und Unterricht sowie Gesundheits- und Sozialwesen- insgesamt 26 % Menschen mit Behinderung arbeiten allein dort.

Eher unterpräsentiert sind Menschen mit Behinderung dagegen im Bereich Handel, Kfz-Reparatur und Gastgewerbe. Während sie hier nur mit 14 % vertreten sind, liegt der Anteil von nicht behinderten Erwerbstätigen dort bei knapp 18 %.

16 % der Menschen mit Behinderung zwischen 25 und 44 Jahren haben keinen Schulabschluss

Ein Grund für die insgesamt geringere Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderung sind auch die niedrigeren Schulabschlüsse: So hatten im Jahr 2019 nur gut 12 % von ihnen das Abitur. Bei nichtbehinderten Menschen besaßen mit gut 28 % anteilig mehr als doppelt so viele den höchsten Schulabschluss. Auffällig ist auch der relativ hohe Anteil der Menschen mit Behinderung ohne allgemeinen Schulabschluss. So hatten 16 % im Alter von 25 bis 44 Jahren 2019 keinen allgemeinen Schulabschluss. Bei Nichtbehinderten lag dieser Anteil nur bei 4 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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