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Universitätsprofessorinnen und -professoren warben im Jahr 2018 mehr Drittmittel ein: +5,8 % gegenüber Vorjahr

Archivmeldung vom 24.09.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.09.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) hat im Jahr 2018 unter den deutschen Universitäten die meisten Drittmittel eingeworben. Mit 324 Millionen Euro lag die RWTH Aachen wie in den Vorjahren auf Platz 1 bei der Drittmittel-Ausstattung. Im Durchschnitt warb eine Professorin beziehungsweise ein Professor an einer deutschen Universität 281 700 Euro Drittmittel ein.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entsprach dies einer Steigerung von 5,8 % gegenüber dem Jahr 2017. Um Vergleiche zwischen Universitäten mit und ohne medizinische Einrichtungen zu ermöglichen, sind hierbei die medizinischen Einrichtungen beziehungsweise Gesundheitswissenschaften der Universitäten unter anderem aufgrund der hohen Drittmitteleinnahmen nicht berücksichtigt.

Nach der RWTH Aachen warben die Technische Universität München mit 299 Millionen Euro und die Technische Universität Dresden mit 244 Millionen Euro die meisten Drittmittel ein. Auf eine Professorin beziehungsweise einen Professor an der RWTH Aachen kamen im Durchschnitt 955 700 Euro an Drittmitteln. Die Technische Universität München lag mit 741 000 Euro vor der Universität Stuttgart mit 643 700 eingeworbenen Drittmitteln je Professorin und Professor. Drittmittel werden hauptsächlich für einzelne Forschungsprojekte oder -bereiche eingeworben.

An Fachhochschulen deutlich geringere Drittmitteleinnahmen als an Universitäten

In anderen Hochschularten waren die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen je Professorin und Professor deutlich niedriger als an den Universitäten: An den Fachhochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) betrugen sie 36 300 Euro (+8,3 %) und an den Kunsthochschulen 19 400 Euro (-0,4%). Im Durchschnitt aller Hochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) warb im Jahr 2018 eine Professorin beziehungsweise ein Professor Drittmittel in Höhe von 189 900 Euro ein (+5,0 %).

Ingenieurwissenschaften sind Fächergruppe mit den höchsten Drittmittel-Einnahmen je Professur

Die Fächergruppe mit den höchsten Drittmitteleinnahmen je Professorin und Professor an den Universitäten waren im Jahr 2018 mit 599 400 Euro die Ingenieurwissenschaften (+3,5 %). An zweiter Stelle folgten die Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften mit 590 800 Euro (+1,9 %). Wesentlich geringer waren die Drittmitteleinnahmen mit 139 700 Euro je Professorin und Professor in den Geisteswissenschaften (+5,8 %). In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften warben die Professorinnen und Professoren durchschnittlich 138 900 Euro ein (+10,8 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)


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