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DIHK: Jungen und Mädchen folgen bei Berufswahl zu oft Klischees

Archivmeldung vom 13.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Eine Krankenschwester im typischen Dauerstress und mit vernachläßigbarer Vergütung (Symbolbild)
Eine Krankenschwester im typischen Dauerstress und mit vernachläßigbarer Vergütung (Symbolbild)

Bild: JMG / pixelio.de

Bei der Wahl ihres Ausbildungsberufs orientieren sich die meisten Jugendlichen immer noch an den klassischen Rollenbildern. Jungen und Mädchen folgten zu oft Klischees und schränkten deswegen ihre Berufswahl ein, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Dadurch werden interessante Chancen erst gar nicht ergriffen." Daher engagierten sich Unternehmen sowie Industrie- und Handelskammern auf vielfältige Weise, um jungen Frauen und Männern ihre Möglichkeiten aufzuzeigen. Sich wandelnde Rollenbilder seien "punktuell erkennbar", berichtete Dercks. "Die Berufsvorstellungen von Jugendlichen ändern sich zwar langsam, aber sie ändern sich."

Das zeigten die Rankings einzelner Ausbildungsberufe. Bei den Frauen sei beispielsweise der Fachinformatiker in der Beliebtheit um neun Ränge gestiegen, der Kraftfahrzeugmechatroniker immerhin um sieben. "Gebremst wird die Entwicklung dadurch, dass immer noch zu viele junge Männer und Frauen nur die Top 10 der Ausbildungsberufe kennen", beklagte Dercks. Für eine Auswertung haben DIHK-Bildungsexperten die zehn beliebtesten Ausbildungsberufe des einen Geschlechts mit der Nachfrage des jeweils anderen Geschlechts verglichen. Das Ergebnis zeigt, dass es in den Jahren 2016 bis 2018 auf beiden Seiten in zwei der zehn Top-Berufe einige Veränderungen gab.

So wollen mehr Mädchen als bisher den von Männern dominierten Beruf der Fachinformatikerin ergreifen: Die Ausbildung stieg in der Beliebtheit um neun Ränge - von 41 im Jahr 2016 auf Rang 33 im Jahr 2018. Bei den Jungen liegt der Beruf auf Platz drei. Auch für den typisch männlichen Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers interessieren sich mehr Mädchen: Die Beliebtheit stieg zwischen 2016 und 2018 von Platz 43 auf Platz 36. Bei den Jungen wollen mehr als bisher den Beruf des Zahnmedizinischen Fachangestellten ergreifen. Bei Mädchen lag diese Ausbildung im Jahr 2018 auf Platz drei. Bei den Jungen rückte sie binnen drei Jahren von Platz 131 auf Platz 113 vor. Ähnlich ist es mit der Ausbildung als Friseurin: Bei Mädchen seit Jahren auf Platz sieben, stieg die Beliebtheit bei Jungen von Platz 41 (im Jahr 2016) auf Platz 35.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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