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Amazon-Zusteller machen Fotos vom Ablageort

Archivmeldung vom 03.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Foto machen: US-Zusteller beweisen Lieferung. Bild: Peter Freitag, pixelio.de
Foto machen: US-Zusteller beweisen Lieferung. Bild: Peter Freitag, pixelio.de

US-Kunden von Amazon erhalten vermehrt digitale Fotos von ihrem Grundstück und dem Platz der dort zugestellten Ware. Einige Zusteller müssen nun ein Foto von dem Platz machen, an dem sie eine Lieferung abgelegt haben. Die Aufnahme ist dann in der Lieferanzeige enthalten, entweder in einer E-Mail oder im Amazon-Konto, damit Kunden wissen, wann sie ihre Bestellung bekommen haben und wo sie danach suchen müssen.

Kuriose Verstecke vermeiden

Amazon will mit dem erweiterten Angebot den Kunden entgegenkommen, die ihre Lieferung nicht persönlich annehmen können. Immer wieder haben Zusteller in der Vergangenheit Päckchen so gut in Blumenkübeln oder Hecken versteckt, dass erst eine persönliche Nachfrage zum Auffinden einer vermissten Lieferung führen konnte. Das Anfertigen von Fotos habe laut Amazon auch den Vorteil, dass die Fahrer so beweisen können, das Paket tatsächlich an die Adresse des jeweiligen Kundens gebracht zu haben.

Das sogenannte "Photo-on-Delivery-Programm" existiert seit mindestens sechs Monaten. Kürzlich hat Amazon jedoch das Gerät und die App aktualisiert, die das Lieferpersonal in seinem Amazon-Logistics-Liefersystem verwendet, damit alle Fahrer künftig ein Foto machen können. Dies hat das Programm für eine größere geografische Breite von Amazon-Kunden im ganzen Land sichtbar gemacht. Die Lieferungen mit Foto sind derzeit schon in den Großstädten Seattle, San Francisco und auch im Ballungsraum Northern Virginia verfügbar.

Datenschutz hat oberste Priorität

Laut dem Online-Einzelhändler laden die Fahrer Fotos auf die Amazon-Server und haben anschließend keinen Zugriff darauf. Zudem würden die Fotos nicht für andere Zwecke verwendet. Sie wären ausschließlich dafür hinterlegt, dass Kunden sie nutzen und möglicherweise dem Kundenservice senden, um Probleme bei einer Lieferung zu lösen.

Bestellungen, die an eine Adresse geschickt werden, die als vertraulich gekennzeichnet ist, sind nicht in das Programm mit den Lieferfotos integriert - zum Schutz der Privatsphäre der Empfänger. Über ihren Account können US-Kunden bereits festlegen, ob sie Fotos erhalten möchten oder nicht. Wann und ob der Service auch in Europa angeboten wird, ist noch unklar.

Quelle: www.pressetext.com/Sabrina Manzey

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