Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Linke wirft Regierung Dramatisierung des Fachkräftemangels vor

Linke wirft Regierung Dramatisierung des Fachkräftemangels vor

Freigeschaltet am 16.04.2019 um 06:50 durch Andre Ott
Die Linke Logo
Die Linke Logo

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Linksfraktion im Bundestag hat der Bundesregierung eine Dramatisierung beim Fachkräftemangel vorgeworfen und die Notwendigkeit des Fachkräftezuwanderungsgesetzes in Frage gestellt. "Die Bundesregierung dramatisiert wider besseres Wissens den Fachkräftemangel. Ihr Fachkräfteeinwanderungsgesetz steht auf tönernen Füßen", sagte Vize-Fraktionschefin Susanne Ferschl der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Ferschl beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, wonach nur in sieben von 144 Branchen die Zahl der offenen Stellen die Zahl der Arbeitslosen übersteigt. Noch nicht einmal in den MINT-Berufen (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) ist die Zahl der offenen Stellen niedriger als die Zahl der Arbeitslosen. Dramatisch allerdings sieht es in einigen Handwerksberufen aus.

So gab es im Jahresdurchschnitt 2018 in den Bereichen "Mechatronik und Elektrik" 28.000 mehr offene Stellen als Arbeitslose. Bei "Klempnerei und Installation" betrug die Differenz 11.000, und im Fahrzeugbau 8.800 - wie aus der Antwort der Bundesregierung hervorgeht. Aus Sicht der Linken sind die Ursachen erfolgloser Personalsuche der Unternehmen "häufig schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne", wie Ferschl betonte. Im Fachkräftezuwanderungsgesetz sieht sie ein Einfallstor für schlechtere Arbeitsbedingungen: "Deutschland braucht Zuwanderung. Konkurrenz und Unterbietung auf dem Arbeitsmarkt brauchen wir nicht."

Quelle: Rheinische Post (ots)

Anzeige:
Videos
Symbolbild
Die 5G Technologie aus einer ungewöhnlichen Sicht betrachtet
NHS 3.0
Das Universalgenie, die NHS 3.0
Termine
Kongress der vereinten Wissenschaften
66130 Saarbrücken
18.05.2019
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige