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Bundesagentur für Arbeit verspricht schnelle Auszahlung von Kurzarbeitergeld

Freigeschaltet am 26.03.2020 um 06:43 durch Andre Ott
Logo von Bundesagentur für Arbeit
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Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verspricht Unternehmen schnelle Hilfe in der Corona-Krise. BA-Vorstand Christiane Schönefeld sagte im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wir setzen alles daran, dass Unternehmen, die in diesem Monat Kurzarbeitergeld beantragt haben, schon am Monatsende Geld von uns bekommen."

Schönefeld  weiter: "Dabei hilft uns natürlich, dass wir mit vereinfachten Prüfungen arbeiten." Allein in der vergangenen Woche hatte es bereits 76.700 Anzeigen von Kurzarbeit gegeben. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter auf etwa 2,1 Millionen steigen wird.

"Darauf bereiten wir uns erst einmal vor. Aber wir nehmen auch in den Blick, dass die Zahlen deutlich höher sein könnten", sagte Schönefeld. Sie betonte: "Wir wollen für jedes Szenario eine Antwort haben, lassen uns aber von den großen Zahlen bezüglich Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit nicht irritieren. Wir arbeiten stattdessen konsequent daran, immer mehr Mitarbeiter an den entscheidenden Stellen einzusetzen."

Laut Schönefeld sind bei den Arbeitsagenturen normalerweise 900 Kolleginnen und Kollegen im Bereich Kurzarbeit tätig. Sie teilte mit, inzwischen seien 2000 zusätzliche Kräfte für diese Aufgabe identifiziert worden, die nun sukzessive die bisherigen Teams verstärken sollen.

Bundesagentur für Arbeit erwartet Ansturm auf Grundsicherung

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt sich nicht nur auf etwa 2,1 Millionen Kurzarbeiter ein, sondern auch auf deutlich mehr Bezieher von Grundsicherung. BA-Vorstand Christiane Schönefeld sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Noch herrscht in der Grundsicherung die Ruhe vor dem Sturm. Aber der Sturm wird kommen."

Die BA geht laut Schönefeld im Moment ebenso wie die Regierung von 1,2 Millionen zusätzlichen Grundsicherungs-Beziehern aus. Zugleich werde aber auch abgeschätzt, wie viele Menschen ergänzende Leistungen zum Kurzarbeitergeld benötigen werden. "Da könnten wir uns zwischen 15 und 35 Prozent der Kurzarbeiter bewegen."

Schönefeld erläuterte, es gehe um diejenigen, "die trotz Kurzarbeitergeld von 60 beziehungsweise 67 Prozent des Lohns auf ergänzende Leistungen der Jobcenter angewiesen sind, weil sie vorher relativ wenig verdient haben". Hier werde die Zahl der Anspruchsberechtigten noch einmal deutlich größer werden. "Bisher war es ja so, dass Kurzarbeit vor allem von größeren Unternehmen genutzt wurde, die relativ gut bezahlt haben und ihren Beschäftigten das Kurzarbeitergeld oft selber aufgestockt haben. Jetzt betrifft Kurzarbeit auch viele Menschen in Kleinstunternehmen mit niedrigen Einkommen und in Branchen, in denen nicht aufgestockt wird, etwa der Gastronomie."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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