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Astrazeneca-Zulassung womöglich nur für Menschen unter 65

Archivmeldung vom 26.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Eine vielzahl an Menschen starben bereits durch die Corona-Impfungen (Symbolbild)
Eine vielzahl an Menschen starben bereits durch die Corona-Impfungen (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Bundesregierung erwartet, dass der Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca von der EU-Arzneimittelbehörde EMA am Freitag nur eine Zulassung für Unter-65-Jährige erhält. Das schreibt die "Bild" in ihrer Dienstagausgabe unter Berufung auf "interne Gespräche zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern".

Grund für die Nicht-Zulassung des Impfstoffs für Senioren sei die niedrige Wirksamkeit. Wie "Bild" aus Regierungskreisen erfahren haben will, rechnet die Bundesregierung mit einer Wirksamkeit des Impfstoffs bei Menschen über 65 Jahren von unter 10 Prozent. Ursprünglich planten Bund und Länder, den Astrazeneca-Impfstoff für ältere Menschen einzusetzen, die zu Hause leben und aus Alters- und Krankheitsgründen die Impfzentren nicht aufsuchen können. Der Wirkstoff benötigt keine komplexe Kühl- und Transportbedingungen und wäre daher besser dafür geeignet als etwa der Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Eine Zulassung des Impfstoffs durch die EMA wird für Freitag erwartet. Nun müssten Bund und Länder dringend umplanen, um ältere, zu Hause lebende Menschen zu impfen. Laut "Bild"-Bericht würde das Bundesgesundheitsministerium diese Gruppe der Bevölkerung nun mit dem Moderna-Impfstoff versorgen wollen. Astrazeneca hatte am Sonntag erklärt, dass die ersten veröffentlichen Daten über die Wirkung des Impfstoffs tatsächlich "auf einer Auswertung von Teilnehmenden im Alter von 18-55 Jahren" beruhten, "da zu Beginn der Rekrutierung der Studie in Großbritannien Schlüsselkräfte mit höherem Infektionsrisiko priorisiert wurden", schreibt die "Bild".

Dennoch "wird erwartet", dass der Impfstoff "in allen Altersgruppen ähnlich" wirksam sei. Diese Erwartung scheint sich aber nun nicht zu erfüllen. Gegenüber "Bild" warnt auch Peter Kremsner, Professor am Tübinger Institut für Tropenmedizin, Senioren mit dem Wirkstoff zu impfen: "Der Impfstoff von Astrazeneca sollte auch im Falle einer Zulassung durch die EMA nicht bei älteren Menschen über 65 Jahren eingesetzt werden, da die Daten bisher dafür nicht ausreichen. Hochbetagte Bürger wie auch alle anderen sollten weiterhin, wenn möglich die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna erhalten, die eine deutlich höhere Wirksamkeit aufweisen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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