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WAZ: Schlechter Service für Verbraucher

Archivmeldung vom 21.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Ein guter Service sieht anders aus. Wer kostenlos wissen will, wie die Schufa-Auskunft seine Kreditwürdigkeit berechnet, der muss viel zu umständlich nach dem Weg dorthin suchen. Seit April wirbt die Schufa damit, dass sie Verbrauchern nun ein Mal im Jahr kostenlos Auskunft über alle Daten gibt, die die Wirtschaftsauskunftei über einen Bürger sammelt.

Freiwillig macht die Schufa das nicht: Eine Neuerung im Bundesdatenschutzgesetz verpflichtet Auskunfteien dazu. So können Bürger eventuell fehlerhafte Daten beanstanden. Mit diesem Hintergrundwissen wird klar, warum die Wege zur Gratis-Datenübersicht so verschlungen sind: Die Schufa muss diesen kostenlosen Service anbieten. Geld erhält sie nur, wenn ein Bürger eine Bonitätsauskunft möchte - für 18,50 Euro. Doch diese Auskunft ist vor allem gedacht für Geschäftspartner wie z. B. einen Vermieter. Und damit unnötig, wenn jemand "nur" seine Daten prüfen möchte. Auch das müssen sich Verbraucher viel zu mühsam auf den Schufa-Seiten zusammensuchen. Fazit: Der Schufa ist Geldmacherei offenbar wichtiger als Verbraucherfreundlichkeit.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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