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Mehrheit unfähig zu denken: Untertanen sind die Grundlage der Diktatur

Freigeschaltet am 03.04.2021 um 06:43 durch Sanjo Babić
Symbolbild
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Bild: Archiv des Exoerten

Wochenblick-Chefredakteurin Mag. Elsa Mittmannsgruber führte ein spannendes Gespräch mit dem Moral- und Demokratiepsychologen Prof. em. Dr. Georg Lind. Er erklärt, dass unsere Demokratie daran kranke, dass die Bürger zu Untertanen geworden sind. Die Ursache sieht er im Schulsystem, das den Menschen nicht mehr das Rüstzeug für eigenständiges Denken vermittle.

Der Experte erklärt: „Untertanen sind Menschen, die Argumente nur danach beurteilen, ob sie ihrer eigenen Meinung entsprechen oder nicht entsprechen, die sich aber überhaupt nicht den Inhalt anhören und diesen differenziert bewerten.“ Diese Untertanen seien nicht die Basis für eine Demokratie, sondern die Grundlage einer jeden Diktatur.

Die Untertanen schufen laut Lind einen „attraktiven Markt für Volksverführer“. Die Analyse des Demokratiepsychologen ist alarmierend und scheint doch so treffend: „Psychopathen können wunderbar mit solchen Menschen spielen!“

Mag. Elsa Mittmannsgruber im Gespräch mit Dr. Georg Lind:


Demokratie erfordert eigenständiges Denken

Demokratie müsse man lernen, sie erfordere ein gutes Schulsystem. Jetzt hätten wir zwar das Pflichtschulsystem, doch der Grund dafür – das Vermitteln der Fähigkeiten zu Demokratie – sei in Vergessenheit geraten. Lind nennt die Voraussetzungen für ein Schulsystem, aus dem demokratiefähige Bürger hervorgehen können.

1) Selbst denken

Das wichtige sei erstens, selbst zu denken und dem eigenen Denken zu vertrauen. Psychologische Experimente hätten gezeigt, wie beeinflussbar die Menschen seien. Der Demokratiepsychologe nennt ein Beispiel: „Wenn sechs, sieben Leute vor einem sitzen und sagen: ‚Eins und eins ist drei.‘, dann wechseln 60 bis 70% der Menschen ihre Meinung und sagen: Ja, es ist drei.“ Durch Konformismus und Autorität können Menschen also dazu gezwungen werden, von ihrem eigenen Denken abzurücken, wie der renommierte Experte erklärt.

2) Diskussionsfähigkeit: Widersprüche aushalten

Die zweite Fähigkeit, die in den Schulen erlernt werden sollte, sei das Aushalten von Widersprüchen und Gegnern, also diskutieren zu können. Doch genau dabei hapere es bei den meisten Menschen. Viele reagierten auf Widersprüche mit Überforderung. Das berühmteste Beispiel für diese Entwicklung sei Angela Merkel, die sagt: „Das ist alternativlos“, so Dr. Lind. Bereits mit ihrem Slogan lehne die deutsche Kanzlerin andere Meinungen von vornherein ab.

Fühlt sich an chinesische Kulturrevolution erinnert

In der Schule werde den Kindern derzeit nicht das eigenständige Denken, sondern das Annehmen der Obrigkeitsmeinung beigebracht. Der Demokratie-Psychologe und -Pädagoge fühle sich derzeit oftmals an die Kulturrevolution in China erinnert, bei der Kinder für das Regime ihre eigenen Eltern ermordeten. Nun habe er aus der Zeitung entnommen, dass Kinder in Freiburg, deren Eltern von der Regierungsmeinung abweichen, mutmaßlich zur „Beratung“ durch ein staatliches Institut gezwungen würden.

Was können wir tun?

„Doch was können wir dagegen tun, damit wir nicht mehr so zum konformen Verhalten neigen“, fragt Mag. Elsa Mittmannsgruber. Es sei ganz schwer, direkt Abhilfe zu verschaffen, so Dr. Lind. Denn: „Es gibt keinen schlimmeren Feind als die Dummheit, hat bereits Einstein gesagt.“ Gerade angesichts des die Gesundheit schädigenden Maskenzwangs in den Schulen würden sich derzeit viele verzweifelte Eltern an den Pädagogen wenden.

Dr. Lind: „Wenn man Abhängige dazu zwingt, eine Körperverletzung zu erdulden, dann kann man sich nicht darauf hinausreden, dass das ein Befehl von oben ist.“ Er fühle sich dabei an die Situation vor 80 Jahren erinnert und mahnte in dieser Hinsicht die Erkenntnis aus den Nürnberger Prozessen ein: „Jeder Mensch hat die Pflicht, vor Weitergabe eines Befehls zu prüfen, ob dieser rechtmäßig ist.“

Quelle: Wochenblick

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