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Was treibt die Beliebtheit von Spielen für Erwachsene so rasch an?

Archivmeldung vom 08.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Videospiel/ Controller (Symbolbild)
Videospiel/ Controller (Symbolbild)

Bild von StockSnap auf Pixabay

Die Verbraucher von heute genießen es, eine aufregende Welt interaktiver Unterhaltung zur Hand zu haben. Von Online-Spielern über Ego-Shooter-Spielern auf Videospielkonsolen bis hin zu intensiven Nutzern von Social Games auf Tablets und Smartphones verbringen Erwachsene heute mehr Zeit damit, Spiele zu spielen. Das Streamen von Filmen oder Fernsehsendungen auf Computern, Handys oder Tablets dagegen hat manchmal das Nachsehen.

Dennoch gieren die User nach mehr und zeigen Interesse an abonnementbasierten Modellen sowohl in physischer als auch in digitaler Form. Im mobilen Bereich können sich Unternehmen vor Herausforderungen gestellt sehen, mobile Gamer davon zu überzeugen, mehr auszugeben, als sie es bereits tun. Dies liegt daran, dass mobile Spiele im Vergleich zu anderen Spielmodi als weniger wertvoll wahrgenommen werden.

Die Verbraucher zeigen ein großes Interesse am Zugriff auf Spielbibliotheken, da nostalgische Spiele wie klassische Arcade-Spiele umkonfiguriert werden, um auf neuen Plattformen zu funktionieren. Bei derart vielen wählbaren Geräten möchten Gamer mehr Konsistenz erfahren, wenn sie Plattformen wechseln. Ebenso möchten User die Möglichkeit bekommen, auf Spiele von mehreren Geräten aus zuzugreifen und ihre Spielstände zu speichern.

Der Aufstieg der Spiele für Erwachsene

Videospiele erlangten in den letzten zehn Jahren zunehmend an kultureller Bedeutung, teilweise dank des schnellen Wachstums der eSports-Branche. Das Wetten im Netz und die Online-Casinos besetzen mittlerweile einen so großen Bereich im Netz, dass sie nicht mehr wegzudenken sind. Die attraktiven Angebote, Freispiele und Boni, machen Lust auf mehr. In den letzten Jahrzehnten reiften die Videospiele mit der Millennial-Generation, wurden zu einem kulturellen Prüfstein und dehnten ihre Relevanz weit über die frühen Jahre hinaus aus. Ganz zu schweigen davon, dass die Generation Z und jede folgende Generation als Digital Natives mit einer engen Beziehung zu digitale Spielen aufwachsen wird.

Eltern können ihren Kindern zwar aus verschiedenen Gründen das Spielen von Videospielen verbieten. Das wäre allerdings so, als hätte man Kindern in den 1960er Jahren aus der irrationalen Angst das Fernsehen zuhause verboten, weil es die jungen Köpfe korrumpierte und in unproduktive Couch-Potatoes verwandelte. Früher oder später wuchsen diese Kinder trotz Verboten zu Fernsehzuschauern heran, denn einem dominierenden Medium und kulturellen Kräften führt kein Weg vorbei - so verteufelt und missverstanden sie auch sein mögen.

Tatsächlich wäre es eher reduzierend, die boomende Videospielindustrie und ihre wachsende kulturelle Bedeutung als bloße Nebenwirkung der sogenannten „verlangsamten Entwicklung“ oder „verlängerten Adoleszenz“ junger Menschen abzutun. Wichtig zu beachten ist, dass die verschiedenen sozioökonomischen und technologischen Kräfte zusammentraf, um die weltweit existierende Spielerkultur zu erschaffen.

Was macht das neue Gaming so beliebt bei den Usern?

Die Verbraucher im Netz geben an, dass ihr Interesse an neuen Spielen hauptsächlich durch Mundpropaganda oder Empfehlungen von Freunden geweckt wird. Zu den weniger bedeutende Quellen zählen Gaming-Blogs und professionelle Rezensionen. Das Engagement pro Spiel hängt oft vom Grad der Beteiligung, der Tiefe der Grafiken, der Raffinesse der Benutzeroberfläche und der Neugierde der Spieler ab, wie das nächste Level aussehen wird.

Gamer gehen dem Trend „Multitasking“ nach. Bei den Konsolenliebhabern geben die meisten an, dass sie ihre Zeit beim Spielen auch häufig auf Mobiltelefonen verbringen. Gamer suchen nach neuen Erfahrungen mit alten Spielen. Sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Altersgruppen besteht das Interesse, ein Gefühl für die Spiele der „Old School“ auf den heutigen Geräten zu erleben. Gaming im Allgemeinen ist inzwischen als Hobby und Zeitvertreib angekommen.

Die schnelle Digitalisierung

Die digitale Technologie spielt seit Langem eine Rolle dabei, wie Kinder in der heutigen Zeit spielen. Von digitalen Haustieren bis hin zu Gute-Nacht-Geschichten mit Alexa ist der Einfluss der Digitalisierung auf die Spielzeit für alle sichtbar. Zugegeben, jede Generation wächst mit ihren einzigartigen Spielzeugen und Spielen auf, die einen festen Bestandteil ihrer Kindheitserinnerungen darstellen. Doch früher oder später entwachsen wir den Barbie-Puppen und Spielzeugeisenbahnen und wenden uns den Hobbys und Freizeitaktivitäten der Erwachsenen zu. “Dies galt so lange, bis Videospiele nach und nach reale Spiele und Sport ersetzen und eine legitime Berufswahl wurden”, sagt Rudof Böhm, Redakteur von CasinoTopsOnline.com.

Was die Videospiele von heute von den Spielen von einst unterscheidet, ist die Art und Weise, wie sich die Branche selbst monetarisiert. Anstelle eines produktorientierten, vertriebsbasierten Geschäftsmodells, das von den meisten früheren Spieleherstellern und Spielzeugmarken verwendet wurde, ist basiert die heutige Videospielindustrie auf einer serviceorientierten Medienwirtschaft. Diese lebt von benutzergenerierten Inhalten und der Aufmerksamkeit, die sie über eine globale Online-Community bezieht.

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