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Evangelische Kirche kritisiert Umsetzung der Inklusion

Archivmeldung vom 26.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: knipseline / pixelio.de
Bild: knipseline / pixelio.de

Die Evangelische Kirche in Deutschland sieht große Defizite bei der Umsetzung des gemeinsamen Lernens behinderter und nicht behinderter Kinder. Viele Lehrer der allgemeinen Schulen seien nicht genügend auf die Inklusion vorbereitet, heißt es in der neuen Orientierungshilfe "Es ist normal, verschieden zu sein", aus der die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post vorab zitiert.

"Es gibt noch zu viel Frontalunterricht und zu wenig Lernbegleitung mit individuellen Förderplänen", kritisieren die Autoren und fügen mit Blick auf die Lehrer hinzu: "So erfahren sie die Notwendigkeit, auch Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf zu unterrichten, als Überforderung." Zudem fehlten Sonderpädagogen: "Statt Doppelbesetzung im Unterricht werden häufig nur wenige Förderstunden genehmigt. So ist die schulische Wirklichkeit oft weit von der Idee gemeinsamen Lernens entfernt." Zwar sei "das Ziel einer inklusiven Schule, dass keine Schülerin und kein Schüler mehr ausgegrenzt wird", klar. Doch brauche Inklusion Zeit, um zu gelingen. "Deshalb kann es für eine Übergangszeit sinnvoll sein, dass man zwischen Förderschule und gemeinsamem Unterricht wählen kann." Die 192-seitige Orientierungshilfe des Rats der EKD soll am Montag vorgestellt werden. Eine 16-köpfige Kommission hat sie erarbeitet; Vorsitzender war der Bildungschef der rheinischen Landeskirche und Vizepräses der EKD-Synode, Klaus Eberl.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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