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Bereits 16 Vorschulkinder ertrunken: DLRG mahnt Eltern zur Wachsamkeit

Archivmeldung vom 29.07.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.07.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

In diesem Jahr sind bereits 16 Kleinkinder im Alter bis zu fünf Jahren ertrunken. Zur Jahreshälfte liegt die Opferzahl der Vorschulkinder bereits um drei über der des gesamten Vorjahres. Allein in sechs Fällen wurde der heimische Gartenteich, der Swimmingpool in Nachbars Garten und sogar ein aufgestautes Wehr auf dem elterlichen Grundstück zur tödlichen Falle.

Die Kinder waren im Alter von ein bis vier Jahren. Diese Zahlen gab der Generalsekretär der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ludger Schulte-Hülsmann, jetzt bekannt.

"Unfallanalysen belegen einmal mehr, dass Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Eltern und Erziehungsberechtigten in vielen Fällen die Ursachen des Kleinkinderertrinkens sind. Sie müssen wissen, dass selbst ein kleiner Teich mit wenigen Zentimetern Wassertiefe für die Kleinsten zur tödlichen Bedrohung werden kann", warnt Ludger Schulte-Hülsmann. Er rät allen Eltern zu Wachsamkeit und Vorsicht. Kleine Kinder werden vom Wasser magisch angezogen, deshalb empfehlen die Sicherheitsexperten der DLRG, ihre Sprösslinge beim Spielen im Garten nicht aus den Augen zu lassen. "Wachsamkeit ist in Gärten mit Teichen, Swimmingpools und anderen Wasseranlagen der beste Unfallschutz", so der Generalsekretär weiter. Eine Reihe von Ländern propagiert zur Vorbeugung sogar die rigorose Einzäunung dieser Gefahrenquellen.

Kleinkinder bedürfen der ständigen Aufsicht, damit sie sich nicht den Gefahren in ihrer Umgebung aussetzen, die sie aufgrund ihrer Unerfahrenheit und Unbesonnenheit noch nicht erkennen und beherrschen können. Zur Abwehr dieser Gefahren ist zu allererst der Aufsichtspflichtige zuständig, weil ein umfassender Schutz nur durch eine Beaufsichtigung, die lückenlos erfolgen muss, gewährleistet ist.

Die weiteren Todesfälle dieses Jahres zeigen, dass auch der nahegelegene Bach, See, Teich oder Kanal für diese Altersgruppe lebensgefährlich sind.

Eltern können aber noch mehr tun: In speziellen Wassergewöhnungskursen der DLRG können die Kleinsten in spielerischer Form frühzeitig wichtige Bewegungen und lebensrettende Verhaltensweisen im Wasser erlernen, noch bevor sie richtig schwimmen können. Die DLRG bietet in vielen Städten und Gemeinden Schwimmkurse für Kinder an, die von erfahrenen Ausbildern geleitet werden. In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner NIVEA führt die DLRG in Kindergärten zudem seit Jahren Informationsveranstaltungen für Kinder und Eltern durch, um kindgerecht auf spielerische Art und Weise frühzeitig über Wassergefahren aufzuklären und richtiges Verhalten bei Unfällen zu üben.

Quelle: DLRG

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Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de
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