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Debbie Milke will nach Deutschland ziehen

Archivmeldung vom 04.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Todesstrafe: Der Raum für die letale Injektion im San Quentin State Prison
Todesstrafe: Der Raum für die letale Injektion im San Quentin State Prison

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die gebürtige Berlinerin Debbie Milke, die in den USA über 20 Jahre unschuldig in der Todeszelle gesessen hatte, plant einen Umzug nach Deutschland. "Dort soll mein Zuhause sein", sagte Milke, die im Januar 1991 zum Tode verurteilt wurde, im Gespräch mit dem "Spiegel".

Milke war in der vergangenen Woche freigelassen worden, weil das Todesurteil ausschließlich auf der Aussage eines Polizisten beruhte, der ein gerichtsnotorischer Lügner war. Im Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin berichtete Milke unter anderem über den Testlaus für ihre Hinrichtung: "Sie nennen ihn den dry run, den Testlauf für den Tod. Elektrischer Stuhl oder Giftspritze? Wo soll meine Leiche hin? Wer soll meinen Besitz bekommen? Sobald ein Hinrichtungstermin feststeht, muss man viele Fragen beantworten. Sie allein machen Todesangst."

Zunächst sei jeden Abend ihre Zelle durchsucht worden, "damit ich nichts verstecken würde, womit ich mich hätte umbringen können. Und dann war da plötzlich dieser Arzt. Er band mir mit einem Schlauch den Arm ab und tastete über meine Ellenbeuge. `Was machen Sie denn da`, fragte ich ihn. `Ich teste, wie gesund ihre Venen sind`, antwortete er. Da wurde mir klar: Die meinen es ernst. Da bin ich zusammengebrochen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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