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Leipzig plant das 365-Euro-Ticket

Archivmeldung vom 17.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Symbolbild
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Foto: Joeb07
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

In die Debatte um die Nahverkehrspreise im Großraum Halle/Leipzig kommt neue Bewegung. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung.

Als erste Stadt in der Region prüft Leipzig die Einführung eines Billig-Tickets für Bus und Bahn. Die Stadt will durchrechnen, ob eine 365-Euro-Jahreskarte angeboten werden kann. Damit könnten Busse, Straßen- und S-Bahnen im Leipziger Stadtgebiet für einen Euro am Tag beliebig oft genutzt werden. Das hat der Stadtrat beschlossen. Bisher kostet die günstigste Abokarte in Leipzig 53,90 Euro pro Monat, also 646,80 Euro im Jahr. Als Vorbild für das 365-Euro-Ticket gilt Wien. In Österreichs Bundeshauptstadt gibt es das günstige Jahresticket seit 2012 - mit wachsendem Erfolg.

Kritiker des Modells halten die Wiener Verhältnisse denn auch nicht für ohne weiteres übertragbar. "Ich warne davor, ein 365-Euro-Ticket einzuführen und zu glauben, allein damit würde der Nahverkehr besser", sagte der Geschäftsführer des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV), Steffen Lehmann, der MZ. Wien habe vor Einführung des Tickets mehr als 20 Jahre das Nahverkehrsangebot und die Infrastruktur ausgebaut, das U-Bahn-, Tram- und Busnetz erweitert und Takte verdichtet. "Ohne einen solchen Ausbau wäre das Ticket eine Mogelpackung", sagte Lehmann.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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