Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Berichte Politik Kauder in Drohnen-Frage aufgeschlossen

Kauder in Drohnen-Frage aufgeschlossen

Archivmeldung vom 07.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Drohne Predator B
Drohne Predator B

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) zeigt sich aufgeschlossen für den Vorstoß von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), bewaffnungstaugliche Drohnen für die Bundeswehr vorzuhalten. Die Soldaten in den Einsätzen hätten "Anspruch auf die bestmögliche Ausrüstung", sagte Kauder im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Gerade in Afghanistan hat sich gezeigt, wie wichtig Drohnen zum Schutz und für die Aufklärung sind."

Kauder sagte: "Ich plädiere für eine Debatte ohne Vorfestlegungen." Er sei "überzeugt, dass die Bundeswehr mit Drohnen verantwortungsvoll umgehen würde". Dass am Ende der Bundestag über die Bewaffnung der Drohnen entscheiden solle, würde laut Kauder "die Legitimität jedenfalls nicht schmälern".

Umfrage: Deutsche gegen Einsatz bewaffneter Drohnen

Die Mehrheit der Deutschen (55 Prozent) lehnt den Einsatz bewaffneter Drohnen durch die Bundeswehr ab. In einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "Focus" befürworteten 40 Prozent den Einsatz bewaffneter unbemannter Flugzeuge durch die Bundeswehr. Fünf Prozent machten keine Angaben. Eine Mehrheit für den Einsatz gab es den Angaben zufolge lediglich unter Anhängern der Union (60 Prozent) und der FDP (52 Prozent). Bei den Sympathisanten der SPD sprachen sich 69 Prozent gegen den Einsatz aus, bei denen der Grünen waren es 74 Prozent und bei denen der Linkspartei 84 Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte am 2. und 3. Juli für "Focus" 1.003 repräsentativ ausgewählte Personen.

IG Metall: Drohnenprogramm sichert 1.500 Arbeitsplätze bei Airbus

Das Drohnenprogramm von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) könnte nach Angaben der IG Metall in Deutschland über tausend Stellen bei Airbus sichern. "Ein europäisches Drohnenprogramm würde am Standort Manching 1.500 Arbeitsplätze sichern", sagte Bernhard Stiedl, Beauftragter der IG Metall für Airbus Defense and Space im bayerischen Manching der "Welt am Sonntag".

Es sei "ein kleiner Lichtblick" für den Standort, so Stiedl. In Manching droht der Abbau von 1.050 Arbeitsplätzen, weil im Jahr 2017 voraussichtlich die Produktion des Kampfjets Eurofighter auslaufen wird. Der Gewerkschafter bemängelte angesichts der aktuellen Debatte rund um die Zukunft der deutschen Wehrindustrie eine fehlende politische Rückendeckung.

"Wir fühlen uns von der Politik im Stich gelassen", sagte IG-Metall-Vertreter Stiedl. "In der Krise gab es Hilfsprogramme für die Auto- und Bankenindustrie. Wir stellen fest, dass das für die Wehrindustrie nicht gilt." Airbus äußerte sich bislang nicht zu möglichen Auswirkungen eines Drohnenprogramms auf die Beschäftigung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Peter Denk über die "Neuordnung der Welt" (Nov. 2021)
Peter Denk über die "Neuordnung der Welt" (Nov. 2021)
Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Vortrag von Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte klinke in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige