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Westfalen-Blatt: zum Streit um den Sonntagseinkauf

Freigeschaltet am 16.03.2017 um 06:06 durch Andre Ott
Es ist unfassbar, wie die Gewerkschaft Verdi derzeit den Einzelhandel in Aufruhr versetzt. Sie nutzt die schwammig formulierte Gesetzeslage in NRW schamlos aus, um mit gerichtlicher Unterstützung einen verkaufsoffenen Sonntag nach dem anderen kippen zu lassen. Und das alles nur, weil die Kraft-Regierung in Düsseldorf es versäumt hat, klar zu definieren, wann ein verkaufsoffene Sonntag berechtigt ist. Und so stellt sich nun allerorts die Frage: Welches Stadtfest reicht aus, um auch sonntags die Geschäfte öffnen zu dürfen?

Der Einsatz von Verdi ist vor allem auch deswegen unfassbar, weil die Gewerkschaft mit ihrem Vorgehen gegen die Interessen der eigenen Mitglieder agiert. Wer dem Handel lukrative Einnahmequellen trocken legt, darf sich nicht wundern, dass das auch Auswirkungen auf die Belegschaft hat.

Ob Bielefeld oder Gütersloh, Paderborn oder Herford: Die in der Regel vier verkaufsoffenen Sonntage sind für die OWL-Metropolen mehr als nur ein gutes Geschäft für den Handel und die Gastronomie. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Stadtmarketings. Die Städte tun viel, um dem Handel eine attraktive Plattform zu bieten. Das ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, das hervorragend funktioniert. Daher sind die Kommunen gut beraten, sich von Verdi nicht einschüchtern zu lassen - auch wenn sie Gefahr laufen, verklagt zu werden und vor Gericht zu unterliegen.

Gegen inzwischen nur noch vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr, die von den Kommunen per Ratsbeschluss festgelegt werden, kann niemand etwas haben. Die Beschäftigten arbeiten freiwillig fünf Stunden an einem Nachmittag, an dem gut gelaunte Kunden durch die Geschäfte flanieren und bereit sind, Geld auszugeben. Nicht zuletzt gibt es für die Mitarbeiter Sonntagszuschläge, die die Firmen ihnen bezahlen.

Der Einzelhandel lebt von klingenden Kassen und nicht von geschlossenen Türen. Amazon und Co. haben immer geöffnet - rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Das will und kann der Handel nicht. Warum sollten ihm daher bei der ohnehin stark limitierten Zahl der Sonntage unnötige Fesseln angelegt werden? Verdi sieht das anders. Stellt sich also die Frage: Cui bono: Wem nutzt der Vorstoß der Gewerkschaft wirklich?

Die Antwort liegt auf der Hand: Nur der Gewerkschaft selbst! Verdi meint offenbar, auf diese Weise Stärke demonstrieren zu können. Faktisch sägt sie aber an dem Ast, auf dem ihre Mitglieder im Einzelhandel sitzen. Der Streit um die Sonderöffnungen muss endgültig beigelegt werden, vor allem, weil die vier Sonntage längst geübte Praxis sind und die Kirchen sie mittragen. Wieder einmal liegt der schwarze Peter in Düsseldorf. Dort muss nun gehandelt werden - schnell, aber diesmal gründlich. Es gilt, den regulatorischen Irrsinn zu stoppen. Und das am besten noch vor der Wahl.

Quelle: Westfalen-Blatt (ots)

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