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35 deutsche Dschihadisten sitzen in kurdischen Gefängnissen

Archivmeldung vom 18.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
(Symbolbild)
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach den großen Gebietsverlusten der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) sind mindestens deutsche 35 Islamisten in kurdischen YPG-Lagern gefangen, 13 von ihnen stammen nach Recherchen des "Kölner Stadt-Anzeiger" aus Nordrhein-Westfalen. Viele von ihnen drängen ihre Familien und Anwälte in Deutschland bei ihrer Rückkehr zu helfen. "Der Druck der Haft ist so groß, dass viele deutsche Dschihadisten zurückkehren wollen", sagte Burkhard Freier, Chef des NRW-Verfassungsschutzes, der Zeitung.

"Auch hat der Mythos IS an Glanz verloren. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie ihren radikalen Idealen abgeschworen haben, wenn sie zurückkommen." Dies gelte vor allem für die Frauen. Sieben Mütter sind mit 13 Kindern im vergangenen halben Jahr nach NRW heimgekehrt. "Die Hälfte von ihnen ist wieder in die salafistische Szene eingetaucht", sagte Freier.

Die Verfassungsschützer rechnen mit einer großen Rückreisewelle und erwarten bis zu 400 minderjährige Rückkehrer aus Syrien und dem Irak, ein Drittel von ihnen soll nach NRW kommen. "Viele von ihnen verroht, traumatisiert und vergiftet durch die Dschihad-Ideologie des IS", so Verfassungsschützer Freier. Es werde Jahre dauern, diese Kinder und Jugendliche sowie deren Mütter mit Hilfe der örtlichen Jugendämter in ein normales Leben zu überführen. Zumal derzeit in NRW die Zahl junger Radikaler sprunghaft ansteigt.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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