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Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis fordert Schuldenerlass für Griechen gegen Verzicht auf Reparationen

Archivmeldung vom 16.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Yanis Varoufakis (2019)
Yanis Varoufakis (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der frühere griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat gefordert, seinem Land die Rückzahlung der EU-Kredite zu erlassen. "Lasst uns unsere gegenseitigen Schulden auslöschen und nach vorne schauen", sagte Varoufakis dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Im Gegenzug könnten dann die Griechen auf Reparationen für die Folgen des Zweiten Weltkriegs verzichten. Die Enteignungen durch die Wehrmacht wurden damals formal als Kredit Griechenlands an das Deutsche Reich deklariert. Damit begründet der Mittelmeerstaat seine im April erneuerte Forderung, Deutschland solle 290 Milliarden Euro an Griechenland zahlen. "Ich denke nicht, dass junge Deutsche mit Schulden gegenüber den Griechen leben sollten, und genauso wenig glaube ich, dass es gerecht ist, wenn junge Griechen ihr Land verlassen müssen", sagte der Politiker, der als Spitzenkandidat des deutschen Wahlflügels von DiEM25, einer linken paneuropäischen Bewegung, in Deutschland bei der Europa-Wahl 2019 antritt.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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