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Arbeitgeberpräsident sieht durch Brexit-Chaos Nachteile für EU-Kritiker und Nationalisten

Archivmeldung vom 16.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
(Symbolbild)
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Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer erwartet, dass das Brexit-Chaos bei der Europawahl zu Lasten von EU-Kritikern und Nationalisten geht, und setzt langfristig auf mehr statt weniger Europa.

Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Kramer: "Ich glaube, dass das Brexit-Chaos in Großbritannien abschreckend wirken wird. Viele Menschen, die damit geliebäugelt haben, Populisten und Nationalisten zu wählen, werden es sich jetzt sicher anders überlegen." Denn es zeige sich, dass Nationalismus und Rückzug hinter die eigenen Deiche keine Probleme lösen, sondern neue schaffen würden. Er glaube deshalb, dass die Gefahr einer nationalistischen Welle im Europaparlament nicht mehr so groß sei, wie vielleicht im vergangenen Jahr. "Voraussetzung ist natürlich, dass alle, die an Europa glauben, auch zur Wahl gehen. Je höher die Wahlbeteiligung ist, desto weniger müssen wir uns Sorgen machen."

Kramer sprach sich zudem für mehr Gemeinsamkeit in Europa aus. Er betonte: "Die Menschen brauchen ein Ziel. Wenn beispielsweise der französische Staatspräsident Emmanuel Macron fulminant für ein Zusammenwachsen Europas wirbt und dabei das Beispiel des europäischen Finanzministers nennt, dann sage ich: Das kann durchaus richtig sein." Damit meine er nicht, dass wir diesen Minister morgen brauchen, "aber in vielleicht zehn Jahren, wenn sich die Volkswirtschaften hinsichtlich ihrer Stabilität in einem deutlich engeren Korridor befinden". Das Ziel sei richtig, mehr Projekte gemeinsam umzusetzen. "Wir können in der Europäischen Union rund 500 Millionen Menschen auf die Waage bringen. Doch müssen wir dazu noch enger zusammenarbeiten."

Kramer appellierte zudem an alle Unternehmen in Deutschland Flagge für Europa zu zeigen. "Es hat ja nicht jeder einen Flaggenmast vor seinem Haus. Aber wer einen freien Platz hat, der sollte in den nächsten Wochen Flagge für Europa zeigen. Das wäre ein starkes Signal. Ja, Flaggen können helfen - besonders dann, wenn es ganz viele sind."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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