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Libyens Premierminister lehnt Rücknahme von Migranten ab

Archivmeldung vom 06.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Fajis Sarradsch
Fajis Sarradsch

Foto: الرصيفة
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Libyens neuer Premierminister Fajis Sarradsch lehnt eine Rücknahme von Flüchtlingen ab, wie sie mit der Türkei vereinbart wurde. "Wir werden nicht akzeptieren, dass die EU Migranten zu uns zurückschickt", sagte Sarradsch der "Welt am Sonntag". "Europa muss Wege finden, sie in ihre Heimatländer zurückzubringen. Sie können nicht bei uns leben."

Seit der Schließung der Balkan-Route ist die Zahl von Migranten, die von Libyen aus über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen, stark gestiegen.

Sarradsch steht der neuen Einheitsregierung vor, welche unter Vermittlung des UN-Sondergesandten für Libyen, des deutschen Diplomaten Martin Kobler, gebildet wurde. Sie soll die Spaltung des Landes überwinden und den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" bündeln, die sich in Libyen ausbreitet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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