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Rückzug der USA aus Nahen Osten löst Wettrüsten aus

Archivmeldung vom 11.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Leopard 2
Leopard 2

Foto: Kpz4ever
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Volumen der Waffenkäufe im Nahen Osten hat sich seit 2013 im Vergleich zu den vorhergehenden fünf Jahren verdoppelt. Das geht aus dem aktuellen "Munich Security Report", der wie jedes Jahr vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz herausgegeben wird und über den die berichtet die "Welt".

Der Bericht der Sicherheitskonferenz zeigt auch, dass sich genau in jenen Jahren die Präsenz US-amerikanischer Truppen in der Region erheblich verringerte. Dem Bericht zufolge liegen sieben der zehn Länder mit den weltweit höchsten Rüstungsausgaben heute im Nahen Osten. Darunter sind vor allem Verbündete des Westens wie Saudi-Arabien, die Türkei, Israel und Kuwait. Ein weiterer Grund hierfür könnte neben dem abnehmenden Schutz durch die USA die wachsende Konfrontation mit dem Iran sein.

Nach Zahlen des Londoner Instituts IISS, die für den "Munich Security Report" erhoben wurden, ist der Iran seinen Konkurrenten in der Region an Truppenstärke, Zahl der Panzer und der U-Boote deutlich überlegen. Offenbar versuchen die anderen Militärmächte der Region dieses Übergewicht mit modernerem Gerät auszugleichen. Laut Daten von Jane's Markets Forecast im Münchner Bericht kam in den Jahren 2014 bis 2018 die überwiegende Zahl der Rüstungsgüter für den Nahen Osten aus den USA, nämlich 53 Prozent. Frankreich lag mit 11 Prozent und Großbritannien mit 10 Prozent weit dahinter.

Der Anteil Deutschlands an der Rüstung der Golfstaaten beträgt nur drei Prozent.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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