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Badeverbot für Ungeimpfte in Osnabrück

Freigeschaltet am 11.10.2021 um 14:40 durch Sanjo Babić
Bild: Shutterstock / Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Shutterstock / Reitschuster / Eigenes Werk

Ein städtisches Bad, subventioniert mit den Steuergeldern auch von Ungeimpften, schließt diese vom Baden aus: Das Nettebad, das zu den Stadtwerken in Osnabrück gehört, schreibt auf seiner Internet-Seite (1). Darüber berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk

Weiter berichtet Reitschuster:Auch die Nutzung einer APP ist offenbar zwingend. Verzeihen Sie mir, wenn ich etwas pathetisch werde: Ich finde es unfassbar, was in diesem Land vor sich geht. Wie Menschen (wieder einmal) nach biologischen Merkmalen in unterschiedliche Klassen, ja beinahe Kasten aufgeteilt werden.

Während etwa im US-Staat Florida der dortige Gouverneur DeSantis, ein Republikaner, durchsetzte, dass jede Diskriminierung anhand des Impfstatus verboten ist, fördert bei uns die Bundesregierung genau diese Diskriminierung. Und betont gleichzeitig in Dauerschleife, dass sie eine solche nicht wolle, und dass es natürlich eine freiwillige Entscheidung sei, ob sich jemand impfen lasse.

Als ob die Erpressung zur Impfung nicht schlimm genug wäre – wir werden auch noch für dumm verkauft. Ja ich würde sogar sagen: zynisch abgeohrfeigt. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht zu errichten. Verzeihen Sie mir die Ausdrucksweise – aber ich kann hier nur den Maler Max Liebermann zitieren: „Ick kann janich so viel fressen, wie ick kotzen möchte!“

Ganz egal, ob jemand für die Impfung ist oder gegen – und ich respektiere und achte beide Haltungen: Eine Diskriminierung von Menschen nur aufgrund einer höchst persönlichen, individuellen Entscheidung ist zutiefst inhuman. Zumal, wenn selbst aus der Logik der Corona-Maßnahmen-Verfechter heraus ein Test als Alternative den gleichen, wenn nicht noch mehr Schutz bietet.

Als Hilfe für die anstehende Vergangenheitsbewältigung und die künftige Arbeit von Gerichten und Historikern sollte man in meinen Augen dieses Vorgehen und diejenigen, die dafür stehen, ganz nüchtern und sachlich dokumentieren. Deshalb meine Bitte: Schreiben Sie in den Kommentaren von weiteren Beispielen, Unternehmen, Geschäften, Restaurants etc., in denen Ungeimpfte diskriminiert werden. Und von Aussagen von Politikern, Journalisten etc., die sich dafür aussprechen. Nüchtern, sachlich, emotionslos. Auch, wenn es schwerfällt.

PS: Ich gebe hier noch eine Leserfrage weiter: Warum müssen die Geimpften vor Ungeimpften, ja sogar vor getesteten Ungeimpften geschützt werden, wenn die Impfung doch so gut schützt"

Quelle: Reitschuster

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