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Pleite gegen Japan: „Haltung“ gewinnt keine Spiele

Freigeschaltet am 23.11.2022 um 17:13 durch Sanjo Babić
Bild: DFB/Twitter/Screenshot/Reitschuster/Eigenes Werk
Bild: DFB/Twitter/Screenshot/Reitschuster/Eigenes Werk

Wie in jeder Sportart kommt es auch beim Fußball ganz entscheidend auf die Einstellung und die Moral an. Wobei ich nicht die „Moral“ meine, die unsere Moralapostel unter diesem Begriff verstehen – also keine Scheinmoral für das Schaufenster, sondern die innere Herangehensweise. Störfaktoren von außen können dabei ganz entscheidend wirken. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Ich bin kein Psychologe. Aber auch als Laie bin ich mir recht sicher, dass es für die Moral einer Mannschaft – darf man den Begriff überhaupt noch verwenden, oder ist das schon sexistisch – alles andere als zuträglich ist, wenn sie tagelang vor einem entscheidenden Match in eine moralisierte Debatte über das Tragen oder Nicht-Tragen einer Binde in bestimmer Farbe bzw. Design hineingezogen wird.

Wobei man hier noch tiefer gehen muss: Nicht Denn die Debatte der letzten Tage ist ja nicht die Ursache, sondern das Symptom. Das Symptom einer Politisierung des Sports, wie man sie in der alten Bundesrepublik nicht kannte und wie sie eigentlich für autoritäre Staaten typisch ist. Vor allem für den Sozialismus. Denn seit Jahren ist die „Mannschaft“, der man sogar das „National“ aus dem Namen strich, um vor dem Zeitgeist Männchen zu machen, zum Spielball der Ideologie geworden.

Was sich in der Debatte um die Regenbogenfarbe gegen das angeblich „homophobe“ Ungarn bei der EM 2022 noch vermeintlich harmlos und wie Realsatire anhörte, ist zu einem moralüberladenen Selbstläufer geworden. Denn mit dem Gratismut von damals war es diesmal in Katar nicht genug. Und kaum drohten so einschneidende, existenzbedrohende Strafen wie gelbe Karten – man verzeihe mir meinen Galgenhumor, waren die selbsternannten Helden im Widerstand gegen das Böse in der Welt in der Form von Homophobie plötzlich völlig stille.

Besonders peinlich: Das kollektive Halten der Hand vor den Mund beim Mannschaftsfoto, und wie DFB und ARD aus dieser Geste der Feigheit eine Heldentat „framen“ wollten. Aber wer sich derart selbst kastriert, kann der wirklich noch beherzten und mutigen Fußball spielen? Offenbar nicht.

Quelle: Reitschuster

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