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„Willingen/5“: 25.000 Euro für den besten Springer

Freigeschaltet am 13.02.2019 um 13:47 durch Thorsten Schmitt
Bild: SC Willingen
Bild: SC Willingen

Wer verdient sich die 25.000 Euro, die es am Willinger Weltcup-Wochenende für den besten Skispringer gibt – Ryoyu Kobashayi (JPN), Kamil Stoch (POL), Stefan Kraft (AUT) oder doch ein Überraschungssieger?

Beim FIS-Skisprung-Weltcup vom 15. bis 17. Februar 2019 wird zum zweiten Mal das Wettkampf-Format „Willingen/5“ aufgelegt. Abgerechnet wird am Sonntag nach fünf Sprüngen von der Mühlenkopfschanze: Wer nach der Qualifikation am Freitag sowie den Einzelspringen mit jeweils zwei Wertungsdurchgängen am Samstag und Sonntag die meisten Punkte auf seinem Konto hat, streicht sich die Siegprämie ein. Diese wird zusätzlich zu den Preisgeldern der drei Weltcupspringen (rund 191.000 Euro) ausgeschüttet.

Im Vorjahr trug am Ende der Veranstaltungen der Pole Kamil Stoch das Leader-Shirt „Willingen/5“. Mit den Plätzen eins, vier und zwei sowie 657,8 Punkten zeigte er die beste Gesamtleistung am Mühlenkopf und verwies die norwegischen Konkurrenten Johann Andre Forfang (650,0) und Daniel Andre Tande (633,5) auf die Plätze. Bester Deutscher war Andreas Wellinger (607,1) auf Rang fünf.

Gleich im Anschluss an das Team-Springen am Freitag (15.45 Uhr), das in Willingen für den ausgefallenen Weltcup in Titisee-Neustadt nachgeholt wird, müssen die Athleten ab 18.15 Uhr Vollgas geben: Denn nur eine gute Platzierung in der Qualifikation erhält die Chance auf den Extrabonus von 25.000 Euro. Den Scheck bekommt der Willingen/5-Champion am Sonntag bei der Siegerehrung der Einzelkonkurrenz.

„Wir freuen uns, mit diesem Wettkampfmodus bei unserem Weltcup eine zusätzliche Attraktion für Zuschauer und Springer zu bieten“, sagt Jürgen Hensel, Präsident und Weltcup-OK-Chef des Ski-Clubs. „Willingen/5 verspricht Spannung vom Anfang bis zum Ende.“

Stephan Leyhe allein zu Hause

Willingens Lokalmatador Stephan Leyhe ist auch bei seinem vierten Heim-Weltcup wieder mit den DSV-Adlern im Hotel „Hochsauerland 2010“ untergebracht. In einem informativen Interview mit der „Waldeckischen Landeszeitung“ verriet er, warum er nicht zu Hause im nur vier Kilometer entfernten Schwalefeld schläft. „Es ist wichtig, beim Team zu sein. Außerdem säße ich zuhause allein am Tisch, weil meine Familie beim Weltcup kräftig mithilft.“ Vater Volker beispielsweise war noch am Dienstag bis fast Mitternacht an der Walze mit dem Schanzenteam im Auslauf bei der Arbeit.

Bundestrainer Werner Schuster und seine Skispringer freuen sich auf Willingen. „Obwohl in Lahti nicht alles optimal gelaufen ist, haben wir mit Platz zwei im Team dank eines herausragenden Karl Geiger sehr gute Leistungen gezeigt. Auch die jungen Springer, insbesondere Martin Hamann, etablieren sich im Weltcup, für alle anderen ist Willingen eine weitere Chance, an der WM-Form zu feilen“, erklärte der zum Saisonende ausscheidende Österreicher. „Markus Eisenbichler steigt nach einer Regenerationswoche erholt ins Willinger Heimspiel ein. Drei Wettkämpfe sind ein besonders intensives Programm. Willingen ist aber immer ein Skisprungfest, wir springen gerne dort, schätzen das Publikum und die besondere Stimmung. Wir nehmen die Herausforderung an, es gilt, vom ersten Springen an Topleistungen abzurufen. Auf das Teamspringen freuen wir uns besonders, wir wollen um die Podestplätze mitstreiten und mit Erfolgserlebnissen abreisen."

Karl Geiger ergänzt: "Lahti war extrem gut für mich: das Wochenende hat mir viel zurück- und viel Selbstvertrauen gegeben - die letzten Wochen waren nicht so leicht. Aber jetzt habe ich wieder sehr gute Sprünge gemacht, das gibt mir Sicherheit. Das Vertrauen, dass man weiß: die Sprünge kommen wieder, ich bin auf der richtigen Spur. Das Gefühl für die Sprünge ist wieder da, und das hat mir Auftrieb gegeben. Mit Vorfreude fahre ich jetzt nach Willingen: es geht wieder bergauf - zumindest habe ich das Gefühl."

Und Stephan Leyhe fiebert seinem „Heim-Weltcup“ förmlich entgegen: "Endlich ist es soweit, Willingen steht an, auf uns wartet eine schönes Skisprungwochenende. Ich freue mich drauf, vor heimischem Publikum zu springen. In den letzten Jahren sind meine Ergebnisse in Willingen immer besser geworden - es ist schön, dass ich jetzt mit der besten Form, die ich bisher hatte, wieder dort hinkomme. Für mich bedeutet das auch, dass ich dem Verein, dem ganzen Ort, die mich über Jahre immer unterstützt haben, etwas zurückgebe."

Kobayashi hat die Kristallkugel im Visier

Ryoyu Kobayashi führt den Weltcup vor Willingen mit 431 Punkten Vorsprung an. Nach Willingen stehen noch sechs Einzelspringen im Kalender, der Gesamtweltcupsieg ist also bereits in Reichweite. Kobayashi wäre der erste Nicht-Europäer, der den Gesamtweltcup der Skispringer gewinnt. . Kasai (17) und Funaki (15) haben auch derzeit noch mehr Einzelsiege auf ihrem Konto als Kobayashi. Mit einem Sieg wäre der 22-jährige Kobayashi der sechste Skispringer dem elf oder mehr Siege in einem Winter gelingen. Der letzte war Peter Prevc ,dem 2015/2016 15 Siege gelangen, das ist der Rekord in dieser Wertung.

Hannawald, Freund, Wellinger

Bisher gab es drei deutsche Sieger in Willingen, zwei gewannen zwei Mal: Zuletzt triumphierte Andreas Welliger 2017, Severin Freund war 2011 und 2015 erfolgreich, Sven Hannawald gewann 2002 und 2003. Das letzte Teamspringen in Willingen sicherte sich Polen im Januar 2017.

Kamil Stoch und sein Rekordbuch

Kamil Stoch hat in Lahti seinen 33. Weltcupsieg gefeiert. Damit hat der Pole gleich viele Siege auf seinem Konto wie Jens Weißflog. Beide liegen mit 33 Siegen auf Platz fünf der ewigen Bestenliste. Auf Platz vier liegt Janne Ahorne mit 36 Siegen. Angeführt wird diese Wertung von Gregor Schlierenzauer mit 53 Erfolgen vor Matti Nykänen (46) und Adam Malysz (39). Mit einem Sieg am Samstag würden Stoch zum ersten Mal drei Siege hintereinander gelingen seit er im Winter 2017/2018 alle vier Springen der Vierschanzentournee gewann. Stoch hat in Willingen bereits dreimal gewonnen, das gelang außer Stoch nur Noriaki Kasai aus Japan. Und Kamil Stoch ist auch der Titelverteidiger der Willingen/5. Im vergangenen Jahr gewann Stoch vor den drei Norwegern Forfang, Tande und Johansson. Die Tagessiege in Willingen gingen an Daniel Andre Tande (Samstag) und Johan Forfang (Sonntag).

61 Skispringer aus 13 Ländern gemeldet – 10 Teams dabei

61 Skispringer aus 13 Ländern sind für den Kult-Weltcup „Willingen/5“ von Freitag bis Sonntag auf der Mühlenkopfschanze gemeldet. Beim Team-Weltcup zum Auftakt werden zehn Mannschaften an den Start gehen. Norwegens Trainer Alexander Stöckl hatte nachgemeldet, behält sich jedoch nach weiteren Untersuchungen seiner verletzten „Sorgenkinder“ Daniel Andre Tande und Andreas Stjernen eine kurzfristige Änderung vor. Auf jeden Fall werden die Top 17 der aktuellen Gesamtweltcup-Wertung am Start sein.

Günstige Prognose in Sachen Zuschauer und Wetter

Über eine derart positive Prognose würden sich die politischen Parteien vor Wahlen freuen: Willingens in dieser Hinsicht ansonsten eher zurückhaltender OK-Chef Jürgen Hensel rechnet an den drei tollen Tagen mit 50.000 plus X Zuschauern – am Freitag 13.500, am Samstag 23.500 (ausverkauft) und am Sonntag 20.000. Mehr sind nach den großen Zeiten mit Sven Hannawald und Martin Schmitt nicht mehr zur Mühlenkopfschanze gepilgert. Auch die Wettervorhersagen mit Sonne und wenig Wind stimmen die Verantwortlichen beim Weltcup-Countdown mehr als positiv.

Mit Titisee-Neustadt bei der Siegerehrung

Faire Geste des Ski-Clubs Willingen gegenüber den in diesem Winter vom Wettergott verlassenen OK in Titisee-Neustadt: Präsident Jürgen Hensel wird am Freitag die Siegerehrung des aus dem Schwarzwald übernommenen Mannschaftsspringens gemeinsam mit Joachim Häffker, dem dortigen OK-Chef, vornehmen. Beide Ski-Clubs arbeiten ohnehin gut zusammen. Wie es hinter den Kulissen heißt, ist demnächst auch wieder eine FIS-Team-Tour mit beiden Veranstaltern möglich.

Quelle: SC Willingen

FIS Skisprung Weltcup in Willingen vom 15. bis 17. Februar 2019 Mühlenkopfschanze

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