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Knobloch ruft Deutsche zu mehr Patriotismus auf

Archivmeldung vom 31.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Charlotte Knobloch Bild: Metropolico.org, on Flickr CC BY-SA 2.0
Charlotte Knobloch Bild: Metropolico.org, on Flickr CC BY-SA 2.0

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hat die Deutschen zu mehr Vaterlandsliebe aufgefordert. Sie fordere seit Jahren "das stolze und selbstbewusste Bekenntnis zu einem aufgeklärten, geläuterten Patriotismus in der Bundesrepublik, gerade vor dem Hintergrund der freiheitlich-demokratischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte", sagte Knobloch dem "Handelsblatt".

Allerdings basierend auf der "unkündbaren Erinnerung" an den Holocaust, den Zweiten Weltkrieg und das zivilisatorische Versagen im Nationalsozialismus, fügte sie hinzu. "Ich bin überzeugt, dass es eine gesunde und besonnene Heimatliebe braucht, um die Werte, auf denen unser Gemeinwesen und unsere Gesellschaft beruhen, leidenschaftlich, beherzt und entschlossen gegen antidemokratische und freiheitsfeindliche Tendenzen zu verteidigen."

Scharfe Kritik äußerte die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in diesem Zusammenhang an dem Bestreben der Alternative für Deutschland (AfD), die deutsche Erinnerungskultur neu auszurichten. Sie nahm dabei Bezug auf den Entwurf für ein Grundsatzprogramm der Partei. Darin heißt es: "Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst." Knobloch sagte dazu: "Was mich an dem Antrag der AfD aufhorchen lässt, ist die bewusste Unterstellung, es gebe eine Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus. Das trägt - gewollt oder bewusst fahrlässig - unterschwellige Züge von sekundärem Antisemitismus." Denn diese Verengung gebe es nicht. "Fakt ist, eine kluge und nachhaltige Erinnerungskultur, bei der der Brückenschlag in die Gegenwart gelingt, ist für eine aufgeklärte und mündige Gesellschaft unerlässlich."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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