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Bankenverband betrachtet Krisenbewältigung als beendet

Archivmeldung vom 15.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Daumen hoch: unergründliche Facebook-Likes. Bild: pixelio.de, Petra Bork
Daumen hoch: unergründliche Facebook-Likes. Bild: pixelio.de, Petra Bork

Zehn Jahre nach der Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers wirbt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas Krautscheid, dafür, nach vorne zu schauen. "Die Phase der eigentlichen Krisenbewältigung ist vorbei", sagte Krautscheid dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die Umsetzung Zehntausender Seiten neuer Regulierungsvorschriften hätte die Banken viel Zeit und Geld gekostet.

"Jetzt muss es wieder ums Geschäft und um die Kunden gehen, und da sind Erfolge schon sichtbar", fügte Krautscheid hinzu. Die Banken hätten aus der Finanzkrise gelernt und seien jetzt besser vorbereitet, so Krautscheid weiter. Allerdings dürfe man sich trotzdem nicht in Sicherheit wiegen: "Es ist viel Gutes passiert, aber da niemand weiß, wo die nächste Krise herkommt, müssen alle wachsam bleiben", mahnte Krautscheid mit Blick auf hohe Schuldenstände in Südeuropa. Um der Renditeschwäche der deutschen Institute entgegenzuwirken, forderte Krautscheid einen einheitlichen Finanzbinnenmarkt in der EU. "Wenn es gelänge, regulatorisch und politisch überall die gleichen Rahmenbedingungen zu definieren, hätten wir einen Finanzmarkt mit 500 Millionen potenziellen Kunden. Heute ist das ein großer Flickenteppich mit nationalen Regeln", sagte der frühere CDU-Politiker.

"Ein europäischer Kapitalmarkt ist auch im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland", so Krautscheid. "Eine so starke Wirtschaftsnation wie Deutschland braucht auch international starke Banken." Die größte Herausforderung für Deutschlands Banken sei nun die Digitalisierung. Deutsche Banken hätten gegenüber datengetriebenen US-Unternehmen einen wichtigen Vorteil, sagte Krautscheid. "Die Banken gehen extrem sorgfältig mit den Daten ihrer Kunden um. Hier werden keine Daten hinter dem Rücken des Kunden an andere verscherbelt." Die Bezahldienste großer Tech-Konzerne sehe er gelassen. "Der deutsche Bankenmarkt ist so komplex, anspruchsvoll, und die Eintr ittshürden sind so hoch, dass viele, die heute als vermeintliche Angreifer gelten, am Ende keinen Erfolg haben werden oder die Kooperation mit Banken suchen", prognostizierte Krautscheid. "Wir haben Respekt, aber keine Angst vor Apple, Google und Co."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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