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Lauterbach auf Abwegen – ein Minister als Litfaßsäule für ein Medikament

Archivmeldung vom 28.09.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.09.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk

Er ist eine der lautesten Stimmen der Vernunft seit Beginn des Corona-Zeitalters: Friedrich Pürner. Der gelernte Arzt und Epidemiologe war Leiter des Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg, als das Virus unsere Welt veränderte. Genauer gesagt: Als die Reaktion der Politik auf das Virus unser Leben auf den Kopf stellte. Pürner kritisierte als einer der ersten Offiziellen die massiven Einschnitte. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Insbesondere die Maskenpflicht für Kinder. Das war seinem obersten Dienstherren Markus Söder (CSU) ein Dorn im Auge. Prompt wurde Pürner strafversetzt. Für Aussagen, die heute eigentlich allgemein anerkannt sind. Doch dadurch ließ er sich nicht zum Schweigen bringen. Er nimmt die Corona-Politik weiter kritisch unter die Lupe.

In meinem neuen Interview geht er hart mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ins Gericht. Dass dieser aktive Reklame für ein Medikament mache, sei ein Tabubruch, so der gelernte Epidemiologe. Heutige Kritik übt Pürner auch daran, dass Deutschland im Gegensatz zu fast allen anderen Staaten weiter auf Maßnahmen setzt. Beenden könnten das alles nur die Bürger, so der Arzt, wenn sie sich nicht mehr an diese Vorschriften halten: „Oder wenn sie Konsumverzicht üben, und sich sagen, in das Geschäft, in dem Maskenpflicht ist oder 2G oder 3G gilt, da gehe ich nicht rein, dann regelt sich das von selbst“.

„Mein persönlicher Wunsch wäre es, wenn die Menschen nicht mehr auf Herrn Lauterbach hören würden und man Herrn Lauterbach nicht mehr so viel Raum geben würde. Man muss nicht über jedes Stöckchen springen, das er hinhält.“

Dass Deutschland den Geisterfahrer gebe in Sachen Corona, habe weniger mit Medizin zu tun, sondern damit, dass es keine Fehlerkultur gebe in Deutschland, glaubt Pürner: „Denen fehlt das Rückgrat, die können sich nicht hinstellen und sagen, wir haben hier Fehler gemacht, es tut uns leid, wir entschuldigen uns dafür, wir versuchen, das rückgängig zu machen, soweit es möglich ist, und wir entschuldigen uns. Aber das passiert bei uns nicht in Deutschland. Ich habe das auch in meiner Zeit als Behördenleiter erlebt. Da stellt sich keiner hin und sagt: ‚Ich habe Mist gebaut, und ich übernehme die Verantwortung.‘ Das können wir in Deutschland nicht.“

Seine Hoffnung sei, dass die Fehler so offensichtlich werden, dass die Politik nicht mehr auskomme, so Pürner.  Von der Entschuldigung könne er sich als einer, der immer noch unter den Repressionen leide, zwar nichts kaufen, so der Arzt: „Aber ich würde sie annehmen! Aber ich will eine Rehabilitierung, ich will wieder in den Stand versetzt werden, der vor diesen ganzen Unsinnigkeiten war.“

Wegen der Zensur auf Youtube finden Sie das Interview mit Pürner auf der zensurfreien Plattform Rumble."

Quelle: Reitschuster

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