Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Kinderschutzbund fordert eigene Anwälte für Minderjährige

Kinderschutzbund fordert eigene Anwälte für Minderjährige

Freigeschaltet am 11.08.2018 um 06:50 durch Andre Ott
50 Jahre DKSB - Briefmarke von 2003
50 Jahre DKSB - Briefmarke von 2003

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Als Konsequenz aus dem Freiburger Missbrauchsprozess fordern Kinderschutzverbände mehr Rechte für potenzielle Opfer und höhere Strafen für Täter. "Kinderrechte gehören ins Grundgesetz", sagte Christian Zainhofer, Vizepräsident des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Das Recht des Kindes auf einen Anwalt" müsse gesetzlich verankert werden. Derzeit können Familiengerichte einen Beistand für ein Kind bestellen, müssen es aber nicht. Das dürfe nicht so bleiben, meint der mit 50.000 Mitgliedern größte deutsche Kinderschutzverband. Kinder verdienten einen "Anspruch auf einen Rechtsbeistand, der ihre Interessen vertritt." Im Freiburger Fall hatte das Gericht darauf verzichtet und sich auf die Mutter verlassen. Die vergewaltigte und missbrauchte ihren heute zehnjährigen Sohn mehr als zwei Jahre lang, zusammen mit ihrem Lebensgefährten. "Es kann nicht sein, dass Gerichte über die Rückführung von Kindern entscheiden, ohne die betroffenen Kinder anzuhören", sagte Zainhofer. Die Deutsche Kinderhilfe fordert härtere Strafen für Kindesmissbrauch.

"Wer einen Ladendiebstahl begeht, riskiert bis zu fünf Jahre Haft; wer sich Kinderpornografie verschafft, dem drohen maximal drei Jahre. Dieses eklatante Missverhältnis muss beseitigt werden", sagte Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Kinderhilfe, den Funke-Blättern. "Das Strafmaß für solche Taten sollte heraufgesetzt werden", so Becker. Kinderschutzbund und Kinderhilfe fordern mehr qualifiziertes Personal bei Polizei, Staatsanwaltschaften und Jugendämtern sowie mehr fachliche Kompetenz in der Justiz. "Für Familienrichter sollten künftig konkrete Qualifikationen vorgeschrieben werden", sagte Kinderhilfe-Chef Becker. Laut DKSB-Vize Zainhofer wären "Kenntnisse des materiellen Familienrechts und des Familienverfahrensrechts" wünschenswert, seien aber "bis heute keine Pflicht" für Richter. "Auch hier müsste dringend nachgebessert werden", so Zainhofer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Neubau auf der Ericusspitze, bezogen September 2011
Impfkritik: Spiegel TV und die alternativen Fakten
Peter I, König von Deutschland (2018), Bürgerlich: Peter Fitzek
Königreich Deutschland - Teil 4: Verwirrung in der Justiz im VAG Verfahren - Die Anhörungsrüge
Termine
KRD-Messe
06889 Lutherstadt Wittenberg
15.09.2018 - 16.09.2018
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige