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Ole von Beust: Berliner CDU sollte sich für autofreie Zonen einsetzen

Archivmeldung vom 09.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Ole von Beust, alias Carl-Friedrich Arp Freiherr von Beust (2018)
Ole von Beust, alias Carl-Friedrich Arp Freiherr von Beust (2018)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der ehemalige Erste Bürgermeister in Hamburg, Ole von Beust (CDU), soll der Berliner CDU helfen, hauptstadttauglich zu werden. Im Interview mit dem "Tagesspiegel" sagte von Beust: "Wenn Sie mit Leuten sprechen, die mit Politik nichts zu tun haben, gilt die Berliner CDU immer noch als sehr west-berlinerisch und scheint bei den großstädtischen Themen nicht auf der Höhe der Zeit zu sein." Die Hauptstadtunion habe ein "schwieriges Image".

Um erfolgreich zu sein, müsse die CDU auch Themen aufgreifen, die ihr die Menschen nicht zutrauten. Die Berliner CDU müsse sich deshalb dafür einsetzen, "in einigen Bereichen eine autofreie Stadt einzurichten." Die Zeiten, in denen die CDU "Autofahrer-Partei" sein sollte, seien vorbei. Von Beust sagte dem "Tagesspiegel": "Wenn man die Arbeit der Regierung kritisiert, muss man auch ein Angebot machen, wie es besser geht."

Dass die CDU "gute Antworten" habe, sei in der Vergangenheit nicht sichtbar genug geworden. Dieses Problem habe die Partei nun erkannt. Kritik äußerte von Beust an der aktuellen Kommunikation der Berliner CDU: "Dramatisiertes Politdeutsch täuscht Stärke vor, in Wirklichkeit sind es nur Worthülsen." Von Beust ist heute Lobbyist. Er berät die Berliner CDU ehrenamtlich bei der Gestaltung ihres nächsten Wahlprogramms. Dafür will er mit der CDU-Landesspitze gemeinsam ein Leitbild für die Stadt entwerfen. Eine eigene Spitzenkandidatur zur Abgeordnetenhauswahl 2021 schloss von Beust im "Tagesspiegel"-Interview aus. Zu einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei sagte der CDU-Politiker, "vernünftig betrachtet könnte es möglich sein, mit der Linken auf gewissen Ebenen zusammenzuarbeiten. Aber Antikommunismus ist nun mal ein Gen der CDU." Auf die Linkspartei zuzugehen, würde die CDU zerreißen.

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)


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