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Bundesumweltministerin: Robbenjagd bleibt verboten

Archivmeldung vom 17.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Große Robbenkolonie
Große Robbenkolonie

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat vor einer internationalen Konferenz zum Schutz des Wattenmeers Forderungen nach Wiederaufnahme der Robbenjagd zurückgewiesen. "Robben und damit auch Seehunde sind streng geschützte Arten. Sie gehören zum Ökosystem Wattenmeer, und wir sind froh, dass sich die Bestände erholt haben", sagte Schulze im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "

Der entscheidende Faktor für den schlechten Zustand vieler Fischbestände ist vor allem die Fischerei selbst", meinte die Ministerin. Sie wies darauf hin, dass sich durch den Schutz der Lebensräume in den Wattenmeer-Nationalparken der Robbenbestand nach dem verheerenden Virenbefall in den 90er-Jahren gut erholt habe. Etwa 38 000 Seehunde und 5500 Kegelrobben seien 2017 im gesamten Weltnaturerbe Wattenmeer gezählt worden. Das ist das höchste Niveau seit Beginn der Zählungen im Jahr 1975. Die SPD-Politikerin hat ferner bekräftigt, dass Windräder im Wattenmeer weiterhin verboten seien. Aktuell gebe es in Nord- und Ostsee rund 1000 Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt umgerechnet rund fünf Atomkraftwerken. "Das wollen wir bis 2025 fast verdoppeln, um das Klima zu schützen.

Aber dabei ist klar: Das Wattenmeer ist tabu für Windräder - und das soll auch so bleiben", erklärte sie. Es gebe genügend geeignete Flächen für Offshore-Windräder außerhalb der Schutzgebiete in Nord- und Ostsee. Derzeit lägen die Anlagen im Durchschnitt 70 Kilometer vom Festland entfernt. "Wir achten darauf, dass Windparks möglichst an solchen Orten und in solchen Jahreszeiten entstehen, wo sie Zugvögel oder Schweinswale möglichst wenig stören", betonte Schulze. In Leeuwarden werden an diesem Donnerstag Delegationen aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden zu einer Konferenz zusammenkommen und im 40. Jahr der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit unter anderem über die Themen Meeresmüll und Nitratbelastung beraten.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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