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„Lockdown“ jetzt auch für Katzen: Für den Vogelschutz

Archivmeldung vom 19.05.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.05.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk

In Corona-Zeiten haben wir uns an Nachrichten darüber gewöhnt, dass Menschen nicht mehr aus ihren eigenen vier Wänden dürfen. Und vor allem scheinen Politiker sich daran gewöhnt zu haben, eine derartige Macht über die Regierten zu haben. Dieses Gefühl der Allmacht macht nun offenbar auch dann nicht mehr vor Amtsträgern halt, wenn es nicht um Menschen, sondern um Vierbeiner geht. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: „Im Freien raufen, toben, spielen – für Katzen im Walldorfer Süden ist dies nun seit einer Allgemeinverfügung des Rhein-Neckar-Kreises vom 14. Mai untersagt. Zum Schutz vom Aussterben bedrohter Vögel“, schreibt die „Bild„.

Viele Bewohner der Stadt im Süden von Heidelberg, die vor allem als Standort des Software-Konzerns SAP bekannt ist, müssen ihre Stubentiger nun über fast die gesamte warme Jahreszeit einsperren. Das Ziel des „Katzen-Lockdowns“, der zunächst für drei Jahre gilt: So soll die vom Aussterben bedrohte Haubenlerche geschützt werden. So steht es in der Allgemeinverfügung des Landratsamts. Bis Ende August 2022 ist Freigang für Katzen tabu. Sollte eine Katze sich erdreisten, gegen diese Auflage zu verstoßen, droht ihrem Besitzer ein Bußgeld von 500 Euro! Aber das ist noch nicht alles. Wird eine Katze auf frischer Tat ertappt, oder auch nach derselben dingfest gemacht, und verletzt eine Haubenlerche oder tötet sie gar, drohen dem Eigentümer 50.000 Euro Strafzahlung.

Der Tierschutzverein Wiesloch/Walldorf kündigte laut „Rhein-Neckar-Zeitung“ an, sich juristisch gegen die Allgemeinverfügung zu wehren. „Bewahren Sie bitte Ruhe“ – heißt es dem Blatt zufolge in einem Rundschreiben des Vereinsvorsitzenden Volker Stutz an Katzenhalter: „Ich versichere Ihnen, dass wir unser Bestes geben, um diese unverhältnismäßige Maßnahme zu stoppen.“ Obwohl der Vierbeiner-Lockdown erst seit Dienstag gilt, seien schon jetzt die Katzenhalter „verzweifelt“, so Stutz.

Für freilaufende Katzen ist der Hausarrest noch schmerzlicher als für Menschen – so zumindest berichteten mir Verwandte nach einem umzugsbedingten Versuch, eine an ihre Freiheit gewohnte Katze zum „Stubentiger“ zu machen – den sie nach kürzester Zeit abgebrochen haben, weil sie zu der Erkenntnis kamen, das sei Tierquälerei.

Den Schutz der Haubenlerche in allen Ehren – wenn Politiker Probleme mit dem Wegsperren lösen wollen – ob bei Zweibeinern wegen Corona oder bei Vierbeinern zum Artenschutz – halte ich das für hochgradig gefährlich.

Wie sehen Sie in dem vorliegenden Fall die Problematik? Ich freue mich sehr auf Ihre Kommentare!"

Quelle: Reitschuster

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