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Unfassbar! Star-Pianist aus ICE geschmissen, weil er in Bord-Bistro ohne Maske aß…

Freigeschaltet am 19.09.2022 um 15:50 durch Sanjo Babić
Justus Frantz (2015), Archivbild
Justus Frantz (2015), Archivbild

Foto: WDKrause
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

...während die Masken-Verordner von den Grünen maskenlos auf Wiesn feiern. Es ist unglaublich – am gleichen Tag, an dem auf Bildern zu sehen ist, wie sich führende Grüne auf dem Oktoberfest in München ohne Maske gut gelaunt amüsieren, kommt die Nachricht, dass der Star-Pianist Justus Frantz aus einem ICE geschmissen wurde, weil er keine Maske trug – beim Essen im Bordbistro, auf dem Weg zu einem Charity-Konzert für die Kindertafel „Kinder in Not“. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Nun ist es tatsächlich so, dass in einem ICE Maskenpflicht gilt, und in einem Bierzelt nicht. Fragen Sie mich bitte nicht nach dem Grund dafür – zumindest als Laie würde ich annehmen, dass das Lüftungssystem mitsamt Luftfilter in einem Hochleistungszug besser ist als in einem ordinären Bierzelt.

Aber darum geht es mir gar nicht in erster Linie. Und verstehen Sie mich bitte nicht falsch – ich finde es wunderbar, dass man in Deutschland und insbesondere auf dem Oktoberfest wieder feiern kann, und noch dazu maskenlos. Endlich!

Aber wenn nun ausgerechnet diejenigen, die andere im Zug in die Maske zwängen, mit fadenscheinigen Begründungen, die Kritiker der Maskenpflicht und der Corona-Politik diffamierten nach Strich und Faden, die noch im Frühling öffentlich zur „Solidarität“ in Form von Maskentragen aufgerufen haben, wenn nun ausgerechnet diese demonstrativ maskenfrei vor der Kamera posieren, und andere aus dem ICE geschmissen werden, weil sie beim Essen keine anhaben – dann ist irgendetwas faul im Staat.

Das Ungewöhnliche an dem Rausschmiss des Star-Dirigenten laut „Focus„, der die Maske beschönigend als „Mund-Nasen-Schutz“ bezeichnet, obwohl sie weder Mund noch Nase schützt: „Er soll den Mund-Nasen-Schutz lediglich deswegen nicht getragen haben, weil er gerade im Bord-Bistro ‘ein opulentes Essen‘ bestellt hatte.“

Frantz wurde demnach auf dem Weg vom Bahnhof Hamburg Dammtor nach Berlin von einem Schaffner rausgeschmissen. In Berlin-Spandau hätten ihn dann bereits zwei Schaffner „empfangen“, so der Musiker laut „Focus“. „Allerdings: Zu dem Zeitpunkt, an dem der 78-Jährige vom Schaffner aufgefordert wurde, doch bitte den Mund-Nasen-Schutz anzulegen, soll sich der Pianist im Bord-Bistro aufgehalten haben. Frantz gegenüber der ‘Bild‘: „Ich hatte mir im Speisewagen ein opulentes Essen bestellt. Bratwurst, Kartoffelstampf, Sellerie, Bier, Wasser, Kaffee. Da kam der Zugbegleiter, forderte mich auf, meine Maske aufzusetzen.“

Mehrmals, so Frantz dem Bericht zufolge, „habe er dem Schaffner versucht zu erklären, dass er ja gerade esse und das schlecht mit Maske tun könne. Den Bahn-Mitarbeiter schien das aber nicht zu beeindrucken, so Frantz. „Er ließ aber nicht von mir ab, sagte mir, ich müsse sonst den Zug verlassen, und pochte auf sein Hausrecht. So etwas habe ich noch nie erlebt!“

Mir fehlen einfach die Worte bei solchen Nachrichten. Die Corona-Regeln haben in vielen Menschen, die auch nur ein Gramm Macht besitzen, sehr unschöne Züge zum Vorschein gebracht (natürlich nicht bei allen – ich habe auch schon das genaue Gegenteil erlebt). Aber viele, die offenbar eine Neigung zum Autoritären haben oder gar zum Sadistischen, können diese nun dank Lauterbach & Co. problemlos ausleben. Ich bekomme immer wieder Leserzuschriften, die von Ähnlichem berichten, auch Freunde erzählten mir solche Erlebnisse, und ich selbst musste es auch schon durchmachen: angepöbelt zu werden, weil man nicht nach jedem Bissen die Maske wieder aufsetzt. In meinem Fall in einem geschlossenen Abteil, in dem ich allein saß.

Die Corona-Regeln befördern bei manchen Menschen Züge ans Licht, die besser verborgen geblieben wären und die man besser nicht sehen würde. Übrigens scheint das in Deutschland besonders massiv zu sein, aus anderen Ländern – ich kenne vor allem osteuropäische – sind mir solche Exzesse nicht einmal ansatzweise bekannt.

Kommt hier die hässliche Fratze des deutschen Untertanen zum Vorschein, der bei erster Gelegenheit den anderen zum Untertanen machen will?

Man kann nur an den Ausspruch des Malers Max Liebermann denken: „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“

Aber dazu muss man wohl auch schon die Maske aufsetzen. Zumindest bei der Deutschen Bahn."

Quelle: Reitschuster

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