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Linke Aktivisten als „normale Bürger“ getarnt in der ARD-Wahlarena: "Speziell geschult"

Archivmeldung vom 16.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Screenshot/ARD/Reitschuster/Eigenes Werk
Bild: Screenshot/ARD/Reitschuster/Eigenes Werk

Haben Sie auch immer häufiger den Eindruck, dass man die Fernsehgebühren eigentlich als Parteispende für SPD oder Grüne absetzen müsste? Die ARD hat diesem Verdacht jetzt wieder Vorschub geleistet. Im „Ersten“, durch den Rundfunkstaatsvertrag eigentlich zur Ausgewogenheit verpflichtet, waren nun zwei von einer linken Agentur trainierte Aktivistinnen in der Sendung, in der CDU-Kanzlerkandidat Laschet mit der Bevölkerung aufeinandertreffen sollte. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Eigenreklame der ARD für die „Wahlarena“: „Auch diesmal geht es darum, die Sorgen, Probleme und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu stellen.“

Zumindest eine Teilnehmerin hatte aber offenbar anderes im Sinne. Ganz offen gab sie an, dass sie als Ziel im Kopf hatte: Laschet „fertig zu machen“. Besonders heikel: Eine „Aktivistinnen-Agentur“ namens „hartaberlinks“ hatte mit der Schülerin extra trainiert, ja sie regelrecht geschult für den Einsatz. Gründerin dieser Agentur ist keine Unbekannte, wie die Bild schreibt: Sie heißt Emily Laquer (34) und wird vom Hamburger Verfassungsschutz der linksextremen Szene zugeordnet. Laquer selbst nennt sich Kommunistin. Sie hat etwa 2017 an den gewalttätigen G20-Protesten in Hamburg teilgenommen, bei denen hunderte Polizisten verletzt wurden.

Die Frage der Schülerin an Laschet klang denn auch eher nach politischer Agitation: „Ihre Klimapolitik ist in den letzten Jahren eigentlich eine Katastrophe, war von krassen Fehlentscheidungen und Skandalen geprägt!“ Keine Partei, so monierte sie, habe einen Plan für den Klimaschutz, „aber die CDU und Sie insbesondere haben da in den letzten Jahren wirklich noch besonders stark versagt!“. Sodann forderte sie Laschet auf, „Sofortmaßnahmen“ aufzuzählen.

Die Aktivistin Laquer, die die Schülerin vorbereitete und laut Twitter-Biografie auf „Linke Medienstrategie“ spezialisiert ist, hatte schon vor dem Auftritt ihres Schützlings in den sozialen Netzwerken gejubelt: „Diese krasse Aktivistin durfte ich beim letzten Hartaberlinks-Talkshowtraining kennenlernen.“ Daraufhin antwortete die Schülerin: „Dank des Trainings bin ich ja jetzt super vorbereitet, um ihn fertig zu machen“. Sie versprach, Laschet „schwitzen“ zu lassen.

Laschet lässt Angriff abprallen

Doch der Plan, den CDU-Kandidaten „fertig zu machen“, ging nicht auf. Der Kanzlerkandidat reagierte auf die Anschuldigungen nüchtern: „Sie haben drei Behauptungen aufgestellt, wo ich ja mal kurz entgegnen könnte, dass sie alle falsch waren.“ Schlimmer noch für die Angreiferin – Laschet lobte sie gar: „Es ist ja auch gut, dass wir diskutieren.“ Weiter führte der Christdemokrat aus: Im Ziel liege man gar nicht weit auseinander, im Vorgehen aber schon.

Die BILD-Journalistin Annika Raasch traf die Aktivistin nach dem „Wahlarena“-Talk. Sie erklärte ihr, dass sie sich ganz normal mit einer „klimapolitischen Frage“ beworben habe. „Das ist nicht die, die ich jetzt gestellt habe – aber dann wurde ich ausgewählt und habe einen Anruf bekommen.“

Dabei war die junge Frau offenbar nicht die einzige Aktivistin, die von der linksextremen Agentur vor ihrem Auftritt in der ARD-Wahlarena geschult wurde, so die Zeitung: „Die Agentur bestätigte auf Twitter, dass die „Black Lives Matter“-Aktivistin am Training teilgenommen habe, bevor sie in der ARD den CDU-Kanzlerkandidaten „konfrontieren“ durfte, wie die Coaches es stolz formulieren.“

Das wirft Fragen auf. Die ARD erweckt den Eindruck, die Kandidaten träfen in der „Wahlarena“ auf normale Bürger. Im Saal sind dann aber auch geschulte Aktivisten. Das ist Etikettenschwindel. Stellen Sie sich einmal vor, es wäre umgekehrt gewesen – von Rechtsradikalen trainierte Aktivisten wären in die „Wahlarenen“ von Schulz oder Baerbock eingeschleust worden. Das Medien-Echo wäre riesig. FAZ-Journalist Philip Plickert (42) schrieb via Twitter eine Frage an die Pressestelle der ARD: „In Eurer Wahlarena wird eine speziell von Linken geschulte ,krasse‘ FFF-Aktivistin eingeladen, als Fragestellerin auf Laschet losgelassen? Emily Laqueur – laut Verfassungsschutz eine Linksradikale – ist begeistert.“

Quelle: Reitschuster

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