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Frontalangriff auf Boris Reitschuster: Paypal sperrt seine Konten

Archivmeldung vom 01.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk

Michael Ballweg sitzt im Gefängnis, der „Achse des Guten“ hat ihre Werbeagentur gekündigt (die mich nie aufgenommen hat), und jetzt wurden mir in einer Nacht- und Nebelaktion meine Paypal-Konten gesperrt. Völlig unerwartet, ohne jede Vorwarnung. Es ist ein Schlag tief unter die Gürtellinie. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Ich bekam folgende Nachricht (Originale ganz unten):

Sie können PayPal nicht mehr nutzen

Bei einer Überprüfung Ihrer Kontoaktivitäten wurde festgestellt, dass Sie gegen die Nutzungsrichtlinien von PayPal verstoßen. Aus diesem Grund wurde Ihr Konto dauerhaft eingeschränkt und Sie können keine weiteren Geschäfte mit PayPal durchführen.

Weiter schreibt der Konzern:

Wenn Sie über Geld auf einem PayPal-Guthaben verfügen, behalten wir es für bis zu 180 Tage ein….Danach informieren wir Sie per E-Mail darüber, wie Sie an Ihr verbleibendes Geld kommen.

Und dann:

Einige Ihrer Produkte oder Dienstleistungen verstoßen gegen die PayPal-Nutzungsrichtlinie. Aus diesem Grund können Sie keine weiteren Geschäfte mit PayPal tätigen.

Ich habe nur ein „Produkt“ und nur eine „Dienstleistung“: kritischen Journalismus.

Ich schrieb dann den Kundenservice an. Im Chat kam folgende Antwort:

„Ich habe dein Konto geprüft. Aufgrund der Art deines Unternehmens und des damit für PayPal verbundenen Risikos können wir dir unsere Services derzeit leider nicht weiter anbieten. Weitere Informationen findest du in den PayPal-Nutzungsbedingungen.“

Was genau falsch sein soll an meiner Arbeit, wo genau sie gegen die PayPal-Nutzungsrichtlinie verstoßen soll, wird mir nicht mitgeteilt. Es ist wie bei Kafka: Ich erfahre gar nicht, was mir vorgeworfen wird. Und das Urteil wird gefällt, ohne mich auch nur vorher anzuhören.

Meine Vermutung – und ich kann leider nur vermuten: Als „verbotene Aktivitäten“ gibt PayPal in den Nutzungsbedingungen unter anderem „Hass“ an. Eine Emotion. Und ein Begriff, der ständig missbraucht wird zur Bekämpfung von Andersdenkenden.

Politisches Risiko?

Wie kommt ein Unternehmen, das schließlich mit Kunden wie Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, und mir sein Geld verdient, zu so einer Entscheidung? Ein Unternehmen, das in der Eigeninfo an erster Stelle nennt: „PayPal setzt sich für die Demokratisierung von Finanzdienstleistungen ein.“  Ich habe noch die minimale Hoffnung, dass es ein Missverständnis ist. Aber groß ist die leider nicht. Zumal ein drittes Konto, das ich längst vergessen hatte und ewig nicht mehr nutzte, auch noch zeitgleich gesperrt wurde. Und, wie ich jetzt erfuhr, auch der kritischen Seite „Sciencefiles“ das Paypal-Konto gekündigt wurde. Wenn diese Aktion also kein Missverständnis ist, kann nur wie auch immer gearteter politischer Druck dahinter stehen. Denn was kann das „Risiko“ sein, von dem der Konzern bei meinen Konten spricht, außer einem politischen Risiko? Paypal hat unter anderem früher auch der Enthüllungs-Plattform Wikileaks gekündigt. Und in Kanada die Trucker, die gegen die Corona-Politik protestieren, faktisch enteignet.

Merkwürdig, wie zeitgleich die Einschläge kommen – Ballweg, die Achse, etc.. Offenbar steigt die Nervosität bei unseren Regierenden. Wovor haben sie solche Angst?

Die Methoden gleichen denen, die ich aus Moskau kenne – und die aus dem Handbuch von KGB und Stasi zu stammen scheinen: Das „Outsourcen“ von staatlicher Gewalt und Zwang (siehe die hellseherische Warnung von DDR-Dissidentin Bärbel Bohley unten). Man braucht unliebsame Journalisten nicht mehr zu zensieren, wenn man dafür sorgt, dass ihnen Banken – und Paypal ist faktisch eine – die Möglichkeit verweigern, ein Konto zu haben. Bereits zwei Banken hatten mir in der Vergangenheit das Konto gekündigt – N26 und die Ing-Diba. Letztere sogar mein Privatkonto und das Konto meiner damals achtjährigen Tochter; weder ihr noch mein Konto hatten irgend eine Beziehung zu meiner Seite. Zahlreichen anderen Regierungskritikern geht und ging es ähnlich. Aber die Banken müssen einem – dank Gesetz – wenigstens drei Monate Frist geben und kann die Konten und das Guthaben nicht einfach über Nacht nach Belieben einfrieren wie Paypal das tut.

Ziel: mundtot machen

Statt zu arbeiten und zu schreiben, muss ich jetzt sehen, wie es mit meiner Arbeit und meiner Seite weitergeht und wie ich die Existenz meiner Seite sichern kann. Einer Seite, die keinen Cent vom Staat oder an Gebühren bekommt. Die für Werbung bei den meisten Agenturen in der „Blacklist“ steht und damit extrem gehandicapt ist. Die auch bei Youtube für Werbung gesperrt ist. Der 2021 bereits die vom Staat unterstützte Plattform Steady die Zusammenarbeit und damit alle Patenschaften aufgekündigt hat. Die Absicht ist ganz offensichtlich: Mich mundtot zu machen. Zu zersetzen. Alle Patenschaften, alles was sorgsam aufgebaut wurde – per Federstrich zerstört.

Meine erste Reaktion war, alles hinzuschmeißen. Aber das wäre ein Erfolg für diejenigen, die hinter diesem Terror gegen Andersdenkende stecken. Also – jetzt erst recht! Meine Hoffnung ist: Meine Leser machen das nicht mit. Sie stehen hinter mir. Mehr als je bin ich jetzt für Ihre Hilfe dankbar. Meine Seiten-Paten (und alle, die bereit sind, es zu werden), bitte ich höflichst, anstelle ihrer Paypal-Patenschaft einen Dauerauftrag einzurichten (IBAN: DE70 6003 0100 0012 5710 24). Und auch andere darauf aufmerksam zu machen – denn wenn Patenschaften verloren gehen, trifft das besonders hart.

PS: Wenn Sie Paypal schreiben wollen – auch, damit dieses Beispiel nicht Schule macht und als nächstes andere kritische Seiten dran sind – können Sie das hier tun:

PPS: Wenn Sie Paypal-Kunde sind, beachten Sie bitte, dass der US-Konzern im Gegensatz zu einer Bank jedermann einfach ohne Angabe von konkreten Gründen sein Guthaben über Nacht sperren kann.

PPPS: Bitte verzeihen Sie Fehler in meinem Text – er wurde nach Erhalt der Sperr-Meldungen mitten in der Nacht geschrieben, und erst am Morgen kann er in gewohnter, bewährter Weise korrigiert werden.

PPPPS: Ich habe eine Presseanfrage an Paypal geschickt:
Ich bitte Sie, zu begründen, worin genau die „Art meines Unternehmens“ und die „damit für Paypal verbundenen Risiken“ bestehen.
Mein einziges „Produkt“ bze. „Dienstleistung“ ist kritischer Journalismus. Worin genau soll der konkret gegen die PayPal-Nutzungsrichtlinie verstoßen?
Eine mögliche Antwort werde ich später aufgreifen.

Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk


Quelle: Reitschuster

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