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Angriff auf ZDF-Team nach Corona-Demo: Es waren Linke

Archivmeldung vom 09.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Screenshot Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=qWk1aB8hnUI) / Reitschuster / Eigene Werk
Bild: Screenshot Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=qWk1aB8hnUI) / Reitschuster / Eigene Werk

Es klang wie aus Gebetsmühlen: In einer Art Dauerschleife war in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen von Gewalt gegen Journalisten die Rede, und die Kundgebungen wurden als „rechts“ bzw. „rechtsextrem“ dargestellt (neudeutsch: „geframed“). Der Tenor: Rechte Gewalt gegen die Medien. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Übergriffe auf regierungskritische Journalisten wie meine Wenigkeit wurden dagegen in der Regel übergangen, die Presse schwieg darüber, Polizei und Justiz sandten das Signal, dass kritische Journalisten vogelfrei sind – ein Blumentopf-Wurf auf meinen Kopf etwa wurde trotz Anzeige nicht weiter verfolgt.

Nun bekommt das offizielle Narrativ, dass alle Gewalt im Umfeld der Demos von bösen, rechten Querdenkern ausgeht, einen heftigen Riss – den die Leser und Zuschauer der meisten Medien aber nicht mitbekommen, weil offenbar wieder einmal ein recht weitreichendes Kartell des Schweigens herrscht. Aufgedeckt hat die Geschichte die „Welt„. In einem Beitrag hinter einer Bezahlschranke, so dass die meisten Leser ihn nicht lesen können, schreibt sie: „Vermummte schlugen vor zwei Jahren ein ZDF-Team am Rande einer Corona-Demo in Berlin zusammen. Noch heute leiden Opfer unter den Folgen. Der Staatsschutz ist sich jetzt sicher: die mutmaßlichen Täter kommen aus dem linken Spektrum.“ Dass ausgerechnet öffentlich-rechtliche Journalisten angegriffen wurden, war offenbar eine Verwechslung. Die Täter hatten es offenbar auf böse „Rechte“ abgesehen.

Frühere Berichte erwähnten den Tatverdacht gegen Linke oft nur im Kleingedruckten – und bei vielen blieb hängen, es sei Gewalt aus dem Spektrum von Maßnahmen-Kritikern. Nur ein Beispiel – ein Vorspann aus einem ZDF-Beitrag, der vom Leitmedium dpa stammt und daher wohl weit verbreitet wurde: „Vor einem Jahr ist ein Team der ZDF-Satiresendung „heute-show“ in Berlin attackiert worden. Das Kamerateam hatte bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln gefilmt. Ein 50-Jähriger wurde bei dem Angriff bis zur Bewusstlosigkeit getreten.“  Was bleibt hier beim eiligen Leser hängen? Erst im vorletzten Absatz steht: „Die Polizei hatte nach dem Angriff sechs Verdächtige, die zum Teil zur linken Szene gehören sollen, festgenommen. Sie kamen wenig später wieder frei.“

Angreifer stürmten los wie Zombies

Es ist ein großes Verdienst der „Welt“, dass sie diese an Desinformation grenzende Berichterstattung nun widerlegt. „‘Wie Zombies` seien die Angreifer auf sie losgestürmt, sagte eines der Opfer später. Manche von ihnen leiden noch immer an den Folgen der Attacke. Das Reporterteam hatte zuvor auf der sogenannten ‘Hygienedemonstration‘ gedreht, wo sich Gegner der Corona-Maßnahmen versammelt hatten. Doch auch andere Gruppen, darunter Gegendemonstranten, zogen an jenem Tag durch die Hauptstadt. So brutal und plötzlich der Überfall ablief, so groß war danach bundesweit der Aufschrei. Wer Journalisten angreife, werde ‘die Kraft unseres Rechtsstaates zu spüren bekommen‘, kündigte der damalige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) an.“

Nach mehr als zwei Jahren sind die polizeilichen Ermittlungen nun laut „Welt“ abgeschlossen: „Der Aufwand war enorm. Staatsschützer des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin sind überzeugt, mehrere mutmaßliche Täter identifiziert zu haben – darunter ein Mann, der Graszt“, einen Kampfsportler aus dem ZDF-Team, „attackiert haben soll.“ Es handelt sich demnach laut Ermittlern um einen klassischen Hinterhalt: „Es gibt ein Video des Angriffs, keine Minute lang, das von einem Hochhaus gefilmt wurde. Die Aufnahmen zeigen eine noch nicht identifizierte Person, die wohl das Angriffssignal gibt. Insgesamt sollen es 10 bis 20 überwiegend Vermummte gewesen sein. Sechs Beschuldigte hat die Polizei identifiziert….Das Video offenbart sowohl die Brutalität der Attacke als auch das Vorgehen. Die Vermummten schlugen und traten unvermittelt auf die Opfer ein, auch auf eine bereits am Boden liegende Person. Mindestens ein Schlagwerkzeug wurde dabei verwendet, eine Metallstange.“

Der Kampfsportler Graszt sagte dem Bericht zufolge, er habe den ersten Angreifer noch zu Boden ringen können. Doch der erste Angreifer habe am Boden plötzlich um Hilfe gerufen. „Dann kamen die anderen und haben auf mich eingetreten. Und irgendwann musste ich loslassen.“

„Für die Ermittler steht fest, dass die Täter ‘sehr koordiniert‘ vorgingen“, schreibt die „Welt“: „Es habe Späher, Aufpasser und Schläger gegeben. Die einen hätten geprügelt, die anderen für sie abgesichert. Und nach etwa 20 Sekunden erfolgte der gemeinsame Abzug der Gruppe.“ Bei der Festnahme leistete ein Beschuldigter Widerstand, ein Polizist wurde dabei verletzt. „Von den Tatverdächtigen wurden vor Ort Taschen und Kleidung beschlagnahmt. Darunter befanden sich Stadtpläne und Gebissschützer, was laut Polizei auf eine gezielte Vorbereitung hinweisen könnte“, schreibt die „Welt“. Und weiter: „Die Folgen des Angriffs für die Geschädigten laut Polizei: Platzwunden, Hämatome, ein Nasenbeinbruch, Bewusstlosigkeit. Alle, mit einer Ausnahme, mussten zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.“

Als die Polizei einen der Verdächtigen festnahm, fand sie laut „Welt“ in einem Rucksack, den er bei sich hatte, einen Aufkleber mit der Aufschrift „NEA Antifaschist“. In einem weiteren Rucksack steckte demnach auch eine Wasserflasche mit diesem Aufkleber. Die Gruppe soll im Vorfeld des 1. Mai im Internet dazu aufgerufen haben, Angehörige der rechten Szene zu bekämpfen.

Verbindungen nach Links (außen)

Ermittler sehen dem Blatt zufolge bei den Beschuldigten weiterhin Bezüge zur linken bis radikal linken Szene, gehen aber nicht davon aus, dass es sich um gefestigte Linksextremisten handelt. Eine Tatverdächtige war in dem linken Berliner Szeneobjekt „Scharni38“ gemeldet. Ein anderer Tatverdächtiger sei mehrfach staatsschutzrelevant mit Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, einem Landfriedensbruch, politisch motiviertem Hausfriedensbruch sowie Sachbeschädigung aufgefallen, so die „Welt“: Unter anderem soll er 2019 die Bundespressekonferenz gestört und 2014 an einer Blockade gegen eine rechte Demonstration teilgenommen haben.

Das Fazit des Blattes: „Die Frage bleibt: Was steckt hinter diesem Angriff? Auch nach zwei Jahren Ermittlungen haben Staatsschützer darauf keine eindeutige Antwort. Bislang hätten sich die Tatverdächtigen nicht zum Fall geäußert. Auch ein Bekennerschreiben liegt Ermittlern nicht vor. Die These der Ermittler lautet: Es war eine Verwechslung. Wahrscheinlich hätten die Angreifer politische Gegner im Visier gehabt, die sie dem rechten Spektrum zuschreiben. Dann aber schlugen sie auf die Falschen ein.“

Das Opfer Graszt hat von Leuten aus der linken Szene gehört, „dass es eine Verwechslung gewesen sein soll mit einem Team von ‚Russia Today.‘“ Es gab auch Hinweise, das wahre Ziel der Attacke könnte Ken Jebsen gewesen sein – den die „Welt“ im Regierungssprecher als „Verschwörungsideologen“ bezeichnet (im alten Deutsch: Regierungskritiker). Die Ermittlern haben aber weder zu der Russia-Today-These noch zu der Jebsen-These Erkenntnisse. Kein Wunder, schließlich schweigen die Beschuldigten.

Offen gestanden wurde mir nach dem Lesen des Textes in der „Welt“ mehr als mulmig. Ich wurde regelmäßig bei der Berichterstattung von Demonstrationen von militanten Personen, die offenbar dem pseudolinken Spektrum angehören, bedroht und übel beleidigt – teilweise vor den Augen der Berliner Polizei, die es nicht für nötig erachtete, mich zu schützen. Bei einer Demo der „Migrantifa“ im Tiergarten wurde ich attackiert und es wurde via Lautsprecher regelrecht zu einer Hetzjagd geblasen, was ich auch im Video dokumentierte. Fluchtartig konnte ich über das Gebüsch flüchten (anzusehen und nachzulesen hier). Dass ich heil geblieben bin, ist vor allem einen sehr beherzten örtlichen Polizeikommandanten zu verdanken, dem ich heute noch dankbar bin. Nicht daran zu denken, wenn damals ein anderer Beamter Dienst gehabt hätte, der weniger korrekt und dafür „politisch korrekt“ eingestellt gewesen wäre, wie ich das oft bei der Berliner Polizei antraf. Muss ich noch betonen, dass die großen Medien die gut dokumentierte Hetzjagd auf mich verschwiegen? Ebenso wie den Blumentopfwurf? Berichtet wird über Angriffe auf Journalisten nur, wenn es sich um „gute“ handelt.

Kritische Journalisten sind im „besten Deutschland aller Zeiten“ als angebliche „Rechte“ vogelfrei. Wie soll man unter solchen Bedingungen noch ohne Gefahr für Leib und Leben berichte?"

Quelle: Reitschuster

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