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Hightech-Rollstuhl folgt Kopfbewegung

Archivmeldung vom 12.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Rollstuhl weicht Hindernissen aus.
Rollstuhl weicht Hindernissen aus.

Bild: kent.ac.uk

Forscher der Kent University haben einen elektrischen Rollstuhl entwickelt, der in puncto Hinderniserkennung und visuellem Informationsverarbeitungssystem Neues bietet. Das Navigieren durch Engstellen sowie das Ausweichen bei Stolpersteinen sind somit keine Schwierigkeit. Das Team spezialisiert sich im Rahmen eines Projektes auf unterstützende Systeme, die in elektrische Rollstühle integriert werden.

Kopfbewegungen interpretieren

Eines von zwei vorgestellten Videos mit dem Titel "Wheelchair Head Tracking" zeigt einen kleinen humanoiden NAO-Roboter, der trainiert ist, Medikamente aufzuheben und der Person im Rollstuhl zu bringen. Die Sequenz zeigt, wie die Person Befehle mithilfe des Rollstuhls gibt, der sowohl über "Head Movement Tracking" als auch "Eye Tracking" verfügt. Dank der "Iris Detection" reicht Blinzeln aus, um den Rollstuhl in Bewegung zu setzen. Es handelt sich bei dem Rollstuhl um ein modulares System, in das sich verschiedene Komponenten integrieren lassen.

"Das System erkennt meine Kopfbewegung und kontrolliert den Rollstuhl basierend darauf", äußert sich der Mann in dem Video. Eine Kopfbewegung nach links führt dazu, dass sich auch der Rollstuhl nach links bewegt und vice versa. Kopfbewegungen sind jedoch nicht die einzige Kontrollinstanz. Laut den Wissenschaftlern ist eine Kombination von Technologien integriert, die Bewegungen der Iris und der Nase erfassen können.

Hightech-Einsatz von KI geplant

Den Forschern zufolge soll der elektrische Rollstuhl künftig noch zusätzliche Erweiterungen erhalten: Dazu gehören WLAN und Bluetooth, eine Smartphone-App sowie ein Parkassistent, der in halbautomatisierten Autos auf Basis von Ultraschall und Vision-Sensoren operiert. Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte zudem dabei helfen, die Bewegungspräferenzen, den Fahrstil sowie die Physiologie des Nutzers anzueignen.


Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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