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Ökobarometer: Männer sind beim Einkauf "Bio-Muffel"

Archivmeldung vom 12.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thommy Weiss / pixelio.de
Bild: Thommy Weiss / pixelio.de

Männer sind im Vergleich zu Frauen eher Bio-Muffel. 29 Prozent der Männer kaufen nie Biolebensmittel, bei den Frauen sind es nur 16 Prozent. Das geht aus dem Ökobarometer 2018 hervor, einer infas-Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

30 Prozent der Frauen entscheiden sich häufig für Bio, 52 Prozent gelegentlich. Sie sind auch eher bereit, in Restaurants einen höheren Preis für ein Gericht mit nachhaltigen Zutaten zu zahlen. 42 Prozent der Frauen würden ein Biogericht trotz eines höheren Preises bewusst bestellen, bei den Männern sind es nur 35. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Menschen in Deutschland entscheiden sich häufiger für Biolebensmittel. Mehr als drei Viertel der Befragten kauft Bio, 50 Prozent gelegentlich, 25 Prozent häufig und drei Prozent ausschließlich. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zu 2017. Laut der Erhebung , für die rund 1.000 Menschen befragt wurden, planen mehr Menschen, in Zukunft Biolebensmittel zu kaufen. Wer zwischen 30 und 39 Jahre alt ist, entscheidet sich am häufigsten für Bio.

Unterschiede zeigen sich auch beim Bildungsgrad: 40 Prozent der Menschen mit (Fach-)Hochschulreife kaufen ausschließlich oder häufig Bio – bei Menschen mit Hauptschulabschluss sind es nur 14 Prozent. Menschen mit hohem Einkommen konsumieren tendenziell mehr Bioprodukte. Zudem kommt es auch auf den Wohnort an: In ländlichen Gebieten entscheiden sich die Menschen seltener für nachhaltige Lebensmittel. Vor allem Eier aus nachhaltiger Produktion sind bei den Deutschen beliebt – 68 Prozent kaufen sie ausschließlich oder häufig. Ähnlich hoch sind die Werte bei Gemüse und Obst, danach folgen Milchprodukte, Kartoffeln, Fleisch und Wurst. Kaum nachgefragt sind alkoholische Getränke aus ökologischer Produktion – nur sechs Prozent entscheiden sich ausschließlich oder häufig dafür.

Für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zeigt das Ökobarometer: "Die Nachfrage nach Bioprodukten ist weiter steigend, für immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher spielt eine artgerechte Tierhaltung, die Regionalität sowie der Beitrag des Ökolandbaus zum Umweltschutz eine entscheidende Rolle – beim Einkauf oder dem Restaurantbesuch." Weiter sagte die CDU-Politikerin den Funke-Zeitungen: "Als Ministerium unterstützen wir diese Entwicklung, unter anderem habe ich die Fördermittel unseres Bundesprogramms Ökologischer Landbau und sonstiger Formen nachhaltiger Landwirtschaft deutlich angehoben, von 20 auf 30 Millionen Euro im Jahr." Damit fördere das Ministerium die Forschung und Entwicklung für den Ökolandbau, Beratungsangebote und ähnliches. "Zudem haben jene Landwirte, die auf ökologische Wirtschaftsweise umstellen oder nach erfolgter Umstellung dabei geblieben sind, bezogen auf das Jahr 2017 zusätzlich 55 Millionen Euro vom Bund erhalten", so Klöckner.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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